Dummer Angriff Dumsers auf die Pädagogischen Akademien

Wien (OTS) - Die Fragestellung des SLÖ-Vorsitzenden Reinhard Dumser, "wie lange es sich die Republik noch leisten könne, 14 Pädagogische Akademien zu finanzieren", zeuge von krasser Unkenntnis der zukünftigen Situation des Pflichtschullehrerbedarfes in den nächsten sieben bis zehn Jahren. Der Vorsitzende der Bundesfachgruppe Pädagogische Akademien, Wolfgang Weissengruber, kann die Miesmacherei der privaten Akademien durch sozialdemokratische Funktionäre nur auf parteipolitische Kleinkrämerei, nicht aber auf Sachargumente zurückführen. Statistiken weisen nach, daß durch die starken Pensionsjahrgänge um die Jahrtausendewende ein wesentlich höherer Junglehrerbedarf gegeben sein wird, als er dann selbst durch die jetzt bestehenden 14 Akademien zum gegebenen Zeitpunkt erfüllt werden könne.

Es sei daher notwendig, schon jetzt eine gezielte Lehrerausbildung voranzutreiben, auch in dem Bewußtsein, daß junge Lehrer für einige Jahre entweder in anderen pädagogisch relevanten Berufszweigen tätig sein müßten oder diese Übergangsphase für zusätzliche Qualifikationen nützen könnten. Es sei jedenfalls kurzsichtig und verantwortungslos, die jahrelang gepflogene Praxis sozialdemokratischer Planungspolitik für den Lehrerbedarf unter einer ÖVP-Ministerin fortzusetzen, weil sich dise kurzfristigen Prognosen noch jedesmal als falsch erwiesen hätten.

Wie Weissengruber weiter ausführte, sei es vielmehr zielführend, den Pädagogischen Akademien die Möglichkeit zu geben, über die reine Lehrerausbildung hinaus flexible Ausbildungsabgebote für neue pädagogische Berufsfelder zu erstellen. Dies habe auch Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer rechtzeitig erkannt und mit verstärkter Autonmomie weitreichende Strukturänderungen für die Akademiestudien eingeleitet.

Abschließend stellte der Vorsitzende Weissengruber fest, daß unter den sozialdemokratischen Unterrichtsministern der vergangenen Legislaturperioden nicht annähernd so viele wesentliche Schritte in der Bildungspolitik gesetzt worden seien, wie dies durch Unterrichtsministerin Gehrer vor allem auch im Bereich der Pädagogischen Akademien erfolgreich geschehen sei.

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Prof. Mag. Wolfgang Weißengruber
Bundesfachgruppe Pädagogische Akademien
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