Pressekonferenz am 28. Mai 1997 - Thema: Klon - Moratorium

Wien (OTS) - Das Tierhilfswerk Austria hält am 28. Mai um 11 Uhr
im Café Landtmann, Dr. Karl-Lueger-Ring 4, 1010 Wien, eine Pressekonferenz bezüglich eines mehrjährigen Moratoriums zum Thema Klonen von Tieren ab.

Geladene Gäste und Referenten:
- Monika Zöhrer, Tierhilfswerk Austria
- Mag. Alexander Willer, Tierhilfswerk Austria
- Heinz Holecek
- Dr. Freda Meissner-Blau

Agenda:
- Analyse der Stellungnahmen der 183 Abgeordneten zum Thema Klonen - Mehrjähriges Moratorium
- Präsentieren eines Gesetzesentwurfs zur Verankerung eines Klonierungsverbotes von Tieren im Tierversuchsgesetz
- Bürgerinitiative gestartet
- Parlamentarische Anfrage bezüglich Klon-Forschungsgelder

Das Tierhilfswerk Austria schrieb im Zuge seiner Klon-Kampagne, alle 183 Abgeordneten, mit der Bitte um Stellungnahme zu folgenden Fragen, an:

  • Klonierung von Tieren
  • Gesetzliches Klonierungsverbot von Tieren
  • Eintreten für ein mehrjähriges Moratorium

Aus dieser Umfrage läßt sich eindeutig ein dringender Handlungsbedarf bezüglich eines Klonierungsverbotes von Tieren, sowohl in Österreich als auch EU-weit, ableiten.

Zwei Parteien, Die Freiheitlichen und Die Grünen, sprechen sich einheitlich gegen das Klonen von Tieren aus. Das Liberale Forum befindet sich noch im Meinungsbildungsprozeß. Der Rücklauf der Großparteien war eher mäßig und fällt durch individuelle Ansichten innerhalb der Fraktionen auf. Bei der Volkspartei unterstützt der österreichische Bauernbund, vertreten durch Dr. Schwarzenberger, die Forderung nach gesetzlicher Regelung. Landwirtschaftsminister Dr. Molterer verlangt ein mehrjähriges Moratorium: "...ich bin der Meinung, daß ein mehrjähriges Moratorium notwendig ist, das sowohl der Politik als auch der Wissenschaft die Möglichkeit gibt, ... die Dinge gründlich zu analysieren, ... das heißt vor allem tragfähige, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen." Auch die Sozialdemokratische Partei steht dem Klonen von Tieren skeptisch gegenüber und setzt sich besonders für eine EU-weite Regelung ein. Daraus ergibt sich, daß besonders diese beiden Parteien aufgefordert sind, im Sinne der während der EU-Beitrittsdebatte versprochenen "Vorreiterrolle Österreichs" diesbezügliche Schritte wahrzunehmen.

Deshalb fordert das Tierhilfswerk Austria die Bundesregierung auf, noch vor diesem Sommer ein entsprechendes Klonierungsverbot von Tieren oder ein mehrjähriges Moratorium zu erlassen.

Rückfragen & Kontakt:

Tierhilfswerk Austria
Monika Zöhrer
Tel.: 02243/22 964 15

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