Strasser: NÖ braucht zwei Sektenberatungsstellen

Sekten bergen wirtschaftliche, politische und menschliche Risiken

Niederösterreich, 27.5.97 (NÖI) "Als größtes Bundesland und bedingt durch die Nähe zur Bundeshauptstadt brauchen wir für Niederösterreich zwei Bundesstellen für Sektenberatung. Der gefährliche Sekten-Bazillus muß durch entsprechende Information und umfassende Aufklärung an der Wurzel angepackt und
verhindert werden", fordert LAbg. Dr. Ernst Strasser. Von Landesseite gibt es bereits seit 1. Februar 1997 eine Beratungsstelle für Sektenfragen beim NÖ-Familienreferat.****

"Die größte Gefahr besteht darin, daß wir das Phänomen der Sekten unterschätzen. So dürfte es in NÖ rund 40.000 Mitglieder bzw. Anhänger und noch einmal soviele Sympathisanten von
derartig dubiosen Gruppen geben. Sekten nützen die Bedürfnisse ihrer Mitglieder schamlos aus und schaffen wirtschaftliche, politische und auch menschliche Abhängigkeit", so Strasser.

Laut einer aktuellen Expertenschätzung sind ein Drittel
aller Jugendlichen an Sekten interessiert, jeder Zehnte ist
sogar akut gefährdet. Strasser begrüßt in diesem Zusammenhang
die Initiativen von Familienminister Bartenstein, der in allen Bundesländern eine Bundesstelle für Sekteninformation und Dokumentation einrichten wird, und Unterrichtsministerin
Gehrer, die an Österreichs Schulen eine Aktion gegen Sekten gestartet hat.

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