Mehr Verkehrssicherheits-Maßnahmen für Risikogruppe junger Lenker notwendig!

Wien (OTS) - In der Vorwoche: Acht tote Jugendliche im Straßenverkehr - Punkteführerschein auch bei jungen Fahrern positive Wirkung - positiver Vorschlag: Verlängerung des Probeführerscheins

Die Einführung des generalpräventiv wirkenden Punkteführerscheins würde auch dazu beitragen, die Unfallzahlen in der Risikogruppe der jungen Lenker zu reduzieren, unterstreicht das KfV seine Forderung nach der Realisierung dieser Sicherheitsmaßnahme. Die erwiesenermaßen positive Wirkung des geltenden Probeführerscheins könnte durch die Verflechtung beider Sicherheitsreserven wesentlich gesteigert werden.

Der Probeführerschein (Einführung: 1992) hat deutliche Rückgänge in der Unfallstatistik der 18- und 19jährigen Pkw-Lenker bewirkt. Im Vergleich von 1996 zu 1992 sank die Beteiligung der 18- und 19jährigen Autofahrer (minus 14%) an Unfällen mit Personenschaden etwa 1,5 mal so stark wie jene der übrigen Altersgruppen (minus 8,7%).

Die Unfallstatistik der vergangenen Woche führt aber deutlich die Notwendigkeit weiterer gezielter Maßnahmen für Jugendliche vor Augen. Von insgesamt 18 Verkehrstoten auf Österreichs Straßen war fast die Hälfte (8) unter 25 Jahre alt. In sechs der durch junge Kfz-Lenker verursachten tödlichen Unfälle war Raserei die Unfallursache, bei zweien war Alkohol im "Spiel".

In diesem Zusammenhang begrüßt das KfV auch den Vorschlag, die Gültigkeitsdauer des Probeführerscheins auf vier Jahre auszudehnen. Da für Probeführerschein-Besitzer gewissermaßen absolutes Alkoholverbot gilt, würden junge Lenker, längere Zeit zu nüchternem Fahren angehalten. Außerdem hat der Probeführerschein erwiesenermaßen eine positive bewußtseinsbildende Wirkung auf Einstellung und Verhalten der jungen Fahrer gezeigt und wird von ihnen auch durchwegs akzeptiert. Wien, am 26. Mai 1997

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