Dorfmeister-Stix fordert strengere Strafen für Unzucht mit Kindern

Niederösterreich, 24.5.97 (NÖI) Strengere Strafen für
Unzucht mit Unmündigen, fordert LAbg. Desiree Dorfmeister-Stix. "Ich empfinde die bestehende Gesetzeslage als nicht haltbar und völlig unverständlich. So ist es absolut nicht einzusehen, daß ein Vermögensdelikt, wie schwerer Betrug, viel härter bestraft wird, als ein Sittlichkeitsverbrechen gegen ein Kind", so die Abgeordnete weiter.****

In einem Schreiben an den Justizminister fordert
Dorfmeister-Stix daher eine Verlängerung der Verjährungsfrist
bei Sittlichkeitsdelikten auf zehn Jahre und strengere Strafen.
"In den meisten Fällen können oder trauen sich die betroffenen Opfer erst nach vielen Jahren über die entsetzlichen Dinge, die ihnen widerfahren sind, zu sprechen oder der Gendarmerie den
Täter namhaft zu machen", erklärte die Abgeordnete.

"Es kann nicht sein, daß die meisten Sexualverbrecher mit geringen oder gar keinen Strafen davonkommen. Sie fügen den wehrlosen Kindern nämlich nicht nur körperlichen, sondern vor allem seelischen Schaden zu. Dieses Verbrechen kann oft nie
wieder gut gemacht werden und muß daher nachhaltig bestraft werden", betonte Dorfmeister-Stix.

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI