Euro - wichtiger Bestandteil des Binnenmarktes

Pichler: Kreditwirtschaft will den Kunden Sicherheit für einen reibungslosen Übergang geben

Wien (PWK) - Die österreichische Kreditwirtschaft hat vom ersten Moment an erklärt, daß sie die politischen und wirtschaftlichen Bemühungen Österreichs unterstützt, zur ersten Gruppe jener EU-Länder zu gehören, die an der Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen. "Wir betrachten die europäische Einheitswährung, die den logischen nächsten Schritt der Integration darstellt und für die Gesamtwirtschaft wichtige Vorteile erwarten läßt, als Bestandteil eines funktionierenden Binnenmarktes", sprach sich Herbert Pichler, Syndikus der Sektion Geld-, Kredit- und Versicherungswesen in der Wirtschaftskammer Österreich, im Vorfeld des Tags der Wirtschaft am 1. Juni 1997 in Salzburg, erneut deutlich für die Einführung des Euros aus. ****

Die Kreditwirtschaft ist andererseits der von dieser Umstellung am meisten betroffene Wirtschaftssektor. Ihr sei bewußt, daß das Thema Geld nicht nur rationale Überlegungen berührt, sondern auch hohe emotionale Empfindlichkeiten wie etwa die Sorge um Währungsstabilität oder um Sparguthaben, so Pichler. Aus dieser Sicht ergeben sich zwei grundsätzliche Voraussetzungen für die Kreditwirtschaft: Erstens die dauerhafte Stabilität des Euro als Grundlage für eine entsprechende Akzeptanz durch die BürgerInnen; um das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen, bedarf es zweitens einer von allen Verantwortungsträgern unterstützten umfassenden Informations-, Beratungs- und Aufklärungsarbeit über Vorteile, Chancen und Risiken.

Da die Banken im Zentrum der Umstellung stehen, ergibt sich aus der Verantwortung gegenüber dem Kunden eine zusätzliche Beratungs-und Informationsaufgabe, die selbstverständlich wahrgenommen wird. Laut Umfragen erwarten bis zu 92 Prozent der Österreicher für die Währungsumstellung Hilfestellung durch ihre Bank. "Die Kreditwirtschaft will dem Kunden Sicherheit geben und ihm in einer komplexen Situation mit professioneller Hilfe zur Seite stehen", weiß Pichler.

Die Kreditwirtschaft in Österreich stimme überein, daß die technische Vorbereitung der Währungsumstellung gemeinsam zu leisten ist, soweit dies nicht die Aufgabe der einzelnen Bank ist. Weiters wurde bei den bisherigen Vorbereitungen auch immer davon ausgegangen, daß der Euro planmäßig mit 1. Jänner 1999 komme und Österreich von Anbeginn an der Währungsunion teilnehme, so der Syndikus.

Bereits Anfang 1995 hat die "Plattform Wirtschafts- und Währungsunion in der Bundeskreditsektion" mit ihren Arbeiten begonnen. Arbeitsgruppen befassen sich seither mit rechtlichen Veränderungen, der Umstellung im Zahlungsverkehr, technischen Fragen der Umstellung im Wertpapierbereich und den neuen Meldeverpflichtungen an das Europäische Währungsinstitut (EWI).

Die konzeptiven Vorbereitungen zur Währungsumstellung sind in guter Kooperation bereits weit gediehen. Dabei sollen im Sinn von Sparsamkeit und Klarheit als Investition in die Zukunft neue Technologien eingesetzt werden, um dadurch die Basis für eine branchenübergreifende elektronische Kommunikation zu legen.

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Wirtschaftskammer Österreich
Sektion Geld-, Kredit- und Versicherungswesen
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Dr. Herbert Pichler

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