Industrie-Emissionen wurden signifikant verringert

"Industrieforum Umwelt" präsentiert Emissions-Studie - Erleichterte Entscheidungsfindung für neue Umweltvorhaben

Wien (PWK) - "Die österreichische Industrie hat durch enorme Investitionen in den letzten Jahren ihre Emissionen signifikant verringert. Sie braucht Vergleiche mit dem Ausland oder anderen inländischen Emittentengruppen nicht zu scheuen", war die wesentliche Aussage der Fachleute bei der Präsentation der "Emissionserhebung der österreichischen Industrie" durch die Bundessektion Industrie der Wirtschaftskammer Österreich im Rahmen des jüngsten "Industrieforums" am Freitag im Haus der Wirtschaft in Wien. ****

Durch einen Mix an Maßnahmen ist es gelungen, von 1980 bis heute die Staubemissionen um 75 Prozent und jene an Schwefeldioxid sogar um 82 Prozent zu verringern. Aber auch Stoffe, die in vergleichsweise nur geringen Mengen freigesetzt werden, aufgrund ihrer Eigenschaften aber massive Umweltprobleme verursachen können, wie z.B. Schwermetalle oder flüchtige Kohlenwasserstoffe, konnte die Industrie deutlich reduzieren. "Dies zeugt von der Umweltverantwortung heimischer Unternehmen und ergibt sich auch daraus, daß hierzulande ständig neue Technologien zur Emissionsminderung entwickelt werden".

Die österreichische Industrie ist mit einem Anteil von rund 28 Prozent am Bruttoinlandsprodukt nach wie vor der wichtigste Wirtschaftszweig. Die Unternehmen investieren jährlich rund 24 Milliarden Schilling in den Umweltschutz. Fast die Hälfte dieser Aufwendungen entfällt auf Maßnahmen im Bereich der Luftreinhaltung. "Für viele Betriebe ist damit die Grenze der Belastbarkeit erreicht, wenn nicht bereits überschritten. Sie sind gegenüber ausländischen Konkurrenten, die keine solchen finanziellen Kraftakte leisten müssen, klar benachteiligt", betonte der Umweltsprecher der österreichischen Industrie, Generaldirektor DI Dr. Heinrich Stepniczka, Lenzing AG, in seinem Eröffnungsstatement.

Die Industrie hat die Initiative ergriffen, die vorhandenen Emissionsdaten branchenspezifisch aufzugliedern und damit indirekt auch die Erfolge industrieller Umweltpolitik zu belegen. Ein für die Industrie wesentlicher Schritt war die Abstimmung der neu erhobenen -von Univ.Doz. Andreas Windsperger (Forschungsinstitut für Chemie und Umwelt der TU Wien) ausgewerteten - Daten mit den Anforderungen des Umweltbundesamtes.

Der nunmehr vorliegende Endbericht umfaßt branchenspezifische Emissionsangaben über die hauptsächlichen Luftschadstoffe und die wichtigsten Schwermetallemissionen. Abgerundet wird die Studie durch einen Vergleich der neuen Daten mit den bisher vorliegenden Angaben, besonders jenen der CORINAIR-Emissionsinventur des Umweltbundesamtes.

Die Vorlage einer derartigen Bilanz soll in Zukunft die Entscheidungsfindung für neue umweltpolitische Vorhaben erleichtern, indem sich daraus ablesen läßt, weche Maßnahmen mit welchem Aufwand welche umweltmäßigen Verbesserungen erwarten lassen bzw. ob eine Maßnahme in einer speziellen Branche überhaupt relevant sein kann.

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