"Euro und Betrieb - Was sollen Unternehmer wann tun?"

Vorschau auf Euro-Experten-Hearing und Euro-Diskussion am 1. Juni in Salzburg

Wien (PWK) - Auch wenn die österreichischen Unternehmer wahrscheinlich frühestens am 1.10.2001 eine Euro-Münze in der Hand haben werden, ist die Umstellung auf den Euro mit Sicherheit schon lange vor diesem Datum spürbar. Die Unternehmen sollten daher so rasch wie möglich - also besser gestern als heute - mit den Umstellungsvorbereitungen beginnen: Denn bestimmte Engpässe, wie z.B. rechtzeitige EDV- und Buchhaltungsanpassungstermine bei der eigenen Systemwartung, sind fast vorprogrammiert. Andererseits kommt es auch zu wichtigen Änderungen im Wettbewerb, die jedem österreichischen Unternehmen große Chancen ermöglichen - vorausgesetzt, sie werden rechtzeitig genutzt, erklärt die Referatsleiterin für EU-Aktivitäten im WIFI-Österreich, Mag. Sonja Schörghuber. Schörghuber nimmt ebenso wie der Europa-Parlamentarier und oberösterreichische Unternehmer Dr. Paul Rübig am "Euro-Experten-Hearing" am Tag der Wirtschaft am 1. Juni in Salzburg (Arbeitskreis "Euro und Betrieb") teil. ****

Bei der Umstellung geht es vor allem um die Anpassung der innerbetrieblichen Organisation, des Schriftverkehrs, der Geldverrechnung und der Preisgestaltung nach außen, und um die Umstellung der Buchhaltung und EDV. Dabei sollten, so Schörghuber, die Unternehmen vor allem folgende Punkte beachten:
- Rechtzeitige Festlegung des für das Unternehmen "richtigen" Umstellungsdatums,
- Schulung der Mitarbeiter über die kommenden Änderungen,
- Festlegung des EDV-Umstellungszeitplanes und der gleichzeitigen "Jahrtausendwendeumstellung" in der EDV,
- Vertragsanpassung,
- Neue Preisgestaltung in Euro,
- Umstellung der Automaten sowie der Kassen- und POS-Systeme und

Änderung der Formulare für Rechnungen, Gehalts- und Lohnabrechnung und den Schriftverkehr.

Neue Marktchancen ergeben sich vor allem aufgrund des Wegfalls aller Währungsgrenzen für die Teilnehmerstaaten der EWU. Da alle Umwechslungen wegfallen, können österreichische Unternehmen neue Märkte bearbeiten, und ihre Vertriebs- und Beschaffungsstrukturen entscheidend verbessern, aber auch die Chance auf neues, "billigeres" Geld zur Finanzierung nutzen.

Folgende Chancen können im einzelnen von den österreichischen Unternehmen genutzt werden:
- Wesentlich einfachere Bearbeitung neuer Märkte in den Teilnehmerstaaten der EWU,
- stärkere Spezialisierungsmöglichkeiten auf Nischen, da ja der Markt dann größer ist,
- bessere Kooperationschancen mit ausländischen Unternehmen (Vertriebs- und Einkaufskooperationen),
- billigerer Einkauf und Vertrieb aufgrund der Möglichkeit des Direkteinkaufs und des Direktvertriebs auch im Ausland,
- bessere Möglichkeiten, verschiedene Arbeiten längerfristig (auch im Ausland) außer Haus zu geben,
- Senkung von Kosten für das Geldumwechseln und die Deckung von Wechselkursrisiken,
- Prüfung der Möglichkeit von Finanzierungs-, Versicherungs- und Kreditänderungen durch neue Angebote aus dem In- und Ausland,
- bei Unternehmen, die auch im Ausland tätig sind: Möglichkeit der Senkung der Kontenzahl in EWU-Staaten.

Rückfragen & Kontakt:

WIFI Österreich
Referatsleitung für EU-Aktivitäten
Tel: 01/50105-3078

Mag. Sonja Schörghuber

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