Boeing-Stellungnahme zu EU-Bedenken gegen Fusion

Seattle (OTS/EURONET) - Der amerikanische Flugzeughersteller
Boeing Company bleibt, wie die Firma mitteilte, trotz der ihr am gleichen Tage zugegangenen Bedenken der EU-Kommission zuversichtlich überzeugt, daß die geplante Fusion mit McDonnell Douglas noch in diesem Sommer unter Dach und Fach gelangen wird.++++

Philip M. Condit, Vorsitzender des Board und Ceo von Boeing, sagte, daß "Boeing weiter mit der EU-Kommission mit dem Ziel zusammenarbeiten werde, dieser die dem Vorgang zugrundeliegenden Daten näherzubringen und damit auch die Vorteile, die den Kunden, Zulieferern, Arbeitnehmern und Aktionären erwachsen würden. "Allerdings" so der Boeing-Chef weiter, "sollte die amerikanische Kartellaufsicht U.S.Federal Trade Commission in diesem Fall die Federführung erhalten, da er ganz eindeutig entscheidende amerikanische Belange betrifft, nicht zuletzt im souveränen Bereich der Verteidigung.

Die Fusion hat innerhalb der EU eine Reihe von Problemthemen aufgeworfen. Es gibt jedoch unter Antikartellgesichtspunkten nur eine grundlegende Frage: Wirkt sich die Zusammenführung von Boeing mit dem Geschäftsbereich kommerzieller Flugzeugbau von Mc Donnell Douglas wettbewerbsbehindernd aus ?"

Die Antwort hierauf, so Condit, kann nur ein "schallendes Nein" sein, denn die zentrale Frage hat der Markt längst beantwortet. 1996 ist der Marktanteil von Zivilflugzeugen von McDonnell Douglas bereits auf nur vier Prozent ihrer Neuumsätze gesunken. "Tatsache ist, daß der Marktanteil von McDonnell Douglas in den vergangenen Jahren stetig gesunken ist, während zugleich der Airbus ein immer stärkerer konkurrent geworden ist."

Und: "Eine Diskussion hält sich im Gange hinsichtlich eines "überschwappens" auf die Programme für kommerzielle Flugzeuge. Aber diese Frage wurde bereits 1992 mit dem bilateralen Handelsabkommen geregelt. Und an dieses halten wir uns weiter. Seit 1993 haben wir hierzu an die US-Regierung regelmässig berichtet. Und es hat seitdem keinen Fall gegeben, in dem für amerikanische Programme im zivilen Flugzeugbau unzulässige Wettbewerbsvorteile festgestellt wurden, die daraus resultierten, daß Mittel aus laufenden Aufträgen seitens des US-Verteidigungsministeriums oder der Nasa abgezweigt worden sind."

Zum Thema der sogenannten "Exklusivverträge" betonte Condit mit Nachdruck, daß die kürzlich von den Fluggesellschaften American Airlines (AA) und Delta Air Lines getroffenen Entscheidungen keinerlei Zusammenhang mit der geplanten Fusion haben. Im Fall AA ist der Exklusivvertrag vor der Ankündigung über die Fusion veröffentlicht worden. Weiter betonte Condit, daß in beiden Fällen die Fluggesellschaften hinsichtlich der Exklusivverträge an Boeing nach einem aggressiven Verkaufsfeldzug zwischen Boeing und Airbus herangetreten sind.

Wieder wörtlich: "Diese Verträge wurden von AA und Delta deshalb herbeigeführt, weil die Fluggesellschaften erkennen, wie vorteilhaft es ist, ihre Flotten auf Basis einer kleineren Anzahl von Typen zu standardisieren, und dann ihre Kaufkraft voll einsetzen, um die bestmöglichen Vertragskonditionen zu erreichen."

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