Fröhlich Bauunternehmung AG: Restrukturierungskurs 1996 erfolgreich fortgesetzt / Marktposition auf hohem Niveau behauptet / Ostanteile weiter ausgebaut

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Ihren auf eine weitere
"Verschlankung" der Bau-Eigenleistungen ausgerichteten Restrukturierungskurs hat die nordhessische FRÖHLICH BAU AG auch 1996 erfolgreich fortgesetzt. Bei weiterer Auslagerung lohnintensiver und ertragsschwacher Leistungskomponenten und gleichzeitiger Vertiefung der Kernaktivitäten Schlüsselfertigbau, Modernisierung und Sanierung ist der Anteil der hierzu eingebundenen Nachunternehmerleistungen nach Angabe des Vorstandsvorsitzenden Dietmar Schroer bereits auf über die Hälfte (53% nach 47% in 1995) der Bauleistungen des Starnmhauses gestiegen.

Wie Schroer bei Vorlage des Jahresabschlusses 1996 der Unternehmensgruppe weiter mitteilte, lag die Bauleistung der AG mit 217 Mio DM knapp über dem Vorjahresniveau. Damit wurde der bisherige Rekordstand von 1995 (216 Mio DM) trotz weiter verschärfter Rezession und Strukturkrise am Bau und ungeachtet des außergewöhnlich strengen Winterhalbjahres 1995/96 deutlich behauptet. Im Konzern blieb die Bauleistung aufgrund einschneidender strukturbedingter Kapazitätsanpassungen bei den Tochterfirmen mit 303 Mio DM unter dem Vorjahreswert von 332 Mio DM.

Die in den neuen Bundesländern erbrachte Bauleistung konnte 1996 erneut gesteigert werden, und zwar um 41% von 85 auf 120 Mio DM in der AG und von 162 auf 167 Mio DM im Konzern (+ 3%). Damit erhöhten sich die Ostanteile auf jeweils 55%.

Der Auftragseingang nahm bei der Muttergesellschaft - nach dem starken Zuwachs von fast einem Drittel bereits in 1995 - um weitere 21% auf den neuen Höchststand von 363 Mio DM zu, wobei der Ostanteil von 62 auf 65% anwuchs. Im ersten Quartal 1997 hat sich dieser hohe Auftragseingang nach Angabe von Schroer mit plus 84 Mio DM deutlich fortgesetzt; dabei stieg der Ostanteil weiter auf 73%.

Ebenfalls eine neue Unternehmensbestmarke verzeichnete der Auftragsbestand der AG am Jahresschluß 1996 mit 309 Mio DM, 83% mehr als Ende 1995. Mit Schwerpunkten in Berlin und Potsdam, Dresden und Erfurt konnten die neuen Bundesländer dabei ihren Anteil von 69% auf drei Viertel ausweiten. Im Konzern erreichte der Ostanteil am Schluß des Berichtsjahres 68% und der Auslandsanteil 7% von insgesamt 360 Mio DM Auftragsbestand.

AG-Betriebsergebnis auf gutem Niveau stabilisiert In der AG konnte das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit laut Schroer dank konsequent fortgesetzter, nun aber weitgehend abgeschlossener Umstrukturierung mit 10,9 Mio DM auf dem anspruchs- vollen Niveau des Vorjahres gehalten werden (der Jahresüberschuß stieg von 5,8 auf 6 Mio DM und der Bilanzgewinn von 9,9 auf 11,3 Mio DM). Beim Konzern wirkten sich die einschneidenden Umstrukturierungs- maßnahmen in den Tochterfirmen ergebnismindernd aus, so daß 1996 das konsolidierte Betriebsergebnis von 14,6 auf 9,7 Mio DM zurückging (bei einem Jahresüberschuß von 5,1 nach 8,0 Mio DM und einem Konzern- gewinn von 16,2 nach 13,2 Mio DM).

Im Zuge des neuen Unternehmensprofils erfolgte auf allen Ebenen ein weiterer Personalabbau. Entsprechend verringerte sich die Belegschaft im Stammhaus um ein weiteres Fünftel auf 609 Mitarbeiter und im Konzern um 23% auf 1.039 Beschäftigte. Zielgrößen per Jahresende 1997 sind höchstens 550 Mitarbeiter in der AG und 950 im Konzern. Diese Anpassung der Personalkapazitäten an die drastisch veränderten Marktbedingungen verlange, so betonte Schroer, den Mit-arbeitern fortgesetzt außergewöhnliches Verständnis und spürbare Einschränkungen ab.

Vor diesem Hintergrund halten Vorstand und Aufsichtsrat es für geboten, auch vom Produktionsfaktor Kapital einen Beitrag zur Stärkung der eigenen "Abwehrkräfte" einzubringen und der Hauptversammlung am 3. Juli eine von 10 auf 8 DM bzw. von 11 auf 9 DM zurückgenommene Dividende für die Stamm- bzw. die Vorzugsaktien vorzuschlagen.

Man erachte, so Schroer, diesen "solidarischen" Schritt gerade auch im Hinblick auf die nachhaltige Stärkung der Ertragskraft des Unternehmens für angemessen. Das Eigenkapital belaufe sich auf 35%, das Anlagevermögen auf 23% der Bilanzsumme, wobei das Anlagevermögen zu 150% durch das Eigenkapital gedeckt sei und das kurzfristige Fremdkapital zu 146% durch das Umlaufvermögen.

Der Cash-flow erreichte 1996 - bei leicht verringerten Abschreibungen - mit 12,2 Mio DM wieder das Vorjahresniveau (von 12,6 Mio DM).

Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich weiter von 8,3 auf 8,4% und die Umsatzrendite - auf üblicher Basis Bauleistung - über alle Marktsegmente von 2,7 auf 2,8%.

Zuversicht trotz anhaltender Durststrecke Auf die auch im laufenden Jahr vor der Bauwirtschaft liegende schwere Durststrecke mit weiterhin rückläufigen Bauinvestitionen von mindestens 2,5% sei FRÖHLICH BAU gut vorbereitet, sagte Schroer. Man werde die Umstrukturierung intensiv zu Ende bringen und das strikte Kostenmanagement fortführen und erwarte bei dieser Flankierung eine stabile Fortsetzung der erfolgreich eingeschlagenen Unternehmens-politik.

Für Rückfragen:

Dipl.-Kfm. Dietmar Schroer Vorsitzender des Vorstands Telefon (05662) 50 12 12 Telefax (05662) 50 11 O8

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