Greenpeace-Schiff "Moby Dick" aktionsbereit im kanadischen Regenwald

:Umweltorganisation kündigt Serie von Blockaden und Protest-Aktionen gegen Wald-Kahlschlag in Britisch Kolumbien an

Britisch Kolumbien/Österreich (OTS) -

  • Heute erreicht das Greenpeace-Schiff "Moby Dick" das Zentrum des Great Bear Regenwaldes im kanadischen Britisch Kolumbien. In der Heimat der Spirit Bears, der letzten weißen Bären, werden Greenpeace-Aktivisten aus aller Welt
  • unter ihnen der 22jährige Österreicher Mario Rautner - dieser Tage eine Serie von Protest-Blockaden gegen die Schlägerungs- und Straßenbau-Vorhaben des kanadischen Großunternehmens "Doman Industries" beginnen.

Im unlängst veröffentlichten Report "Broken Promises" erhob die Umweltorganisation schwere Vorwürfe gegen die kanadische Regierung und deren Verantwortung für die katastrophale Forstwirtschafts-Praxis im gemäßigten Regenwald von Britisch Kolumbien.

Dieser entlarvende Bericht und die Greenpeace-Ankündigung eines Sommers von Blockaden und Protest-Veranstaltungen provozierte den Premier von Britisch Kolumbien, Glen Clark, so sehr, daß er die Mitarbeiter der Umweltorganisation zu "Feinden von Britisch Kolumbien" erklärte. Rund siebzig weitere Umweltorganisationen und Ökologen begannen daraufhin, die Greenpeace-Kritik am Kahlschlag in einem der letzten großen gemäßigten Regenwälder dieser Erde in großflächigen Zeitungs-Inseraten zu unterstützen. Premier Clark blieb konsequent und nahm die neuen Kritiker gleich mit auf seine persönliche "Feindes-Liste".

Kanada wird wohl nicht mehr lange eines von drei Ländern weltweit sein, das über bedeutende Regionen unberührter Wälder verfügt. Die Vereinigten Forstindustrien haben längst zugegeben, daß die kanadischen Wälder mit der unglaublichen Rate von einem Hektar pro halber Minute (!) kahlgeschlagen werden. "Wir müssen jetzt alles Menschenmögliche unternehmen, um den Kahlschlag in Britisch Kolumbien zu stoppen", betont Greenpeace-Aktivist Mario Rautner. "Eine zweite Chance wird es nämlich nicht geben, und die kanadische Regierung hat ihre Verantwortung, Kanadas Wälder für zukünftige Generationen zu schützen, bislang nicht freiwillig wahrgenommen", so Rautner.

Weitere Informationen: Attila Cerman, Martin Frimmel; Greenpeace Österreich, Tel.: 01/7130031-38, 58 Mario Rautner ist vor Ort über die Satelliten-Telefonnummer (Achtung: teuer) 00872 -624-628410 zu erreichen, wobei die Lokalzeit zehn Stunden hinter der MEZ liegt. Greenpeace Österreich 1030 Wien, Auenbruggergasse 2 Tel:
01-7130031-0, Fax: 01-7130030 E-Mail: Greenpeace@inmedias.ping.at --

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