Dirnberger fordert Rücknahme der EU-Zollbegünstigungen für asiatische Staaten

AK-Vollversammlung berät über Maßnahmen gegen Betriebe, die in

Wien (OTS) - chinesischen Gefangenenlagern produzieren lassen =

Die jüngsten Zahlen über die Entwicklung des
Arbeitsmarktes in Niederösterreich sind erfreulich. Damit diese Entwicklung anhält, fordert AK-Vizepräsidnet Alfred Dirnberger Maßnahmen gegen die Absiedlung von Betrieben ins billigere Ausland. Als Beispiele nennt Dirnberger Semperit und den Sportartikelhersteller Adidas. Die Methoden von Adidas erzürnen Dirnberger besonders: "Dieses Unternehmen hat Standorte in Österreich geschlossen und verlagert die Produktion nach Asien. Dabei ist bekannt, daß Sportartikelhersteller nicht einmal davor zurückschrecken, ihre Erzeugnisse in chinesischen Gefangenenlagern herstellen zu lassen. Dort werden Regimekritiker ohne Gerichtsverfahren bis zu 3 Jahre festgehalten und umerzogen", berichtet Dirnberger.

Um Maßnahmen gegen dieses unsoziale und menschenverachtende Verhalten - Vernichtung von Arbeitsplätzen in Österreich und Ausbeutung chinesischer Gefangener - zu setzen, wird Dirnberger dieses Thema bei der kommenden AK-Vollversammlung am 22. Mai zur Sprache bringen: "Es ist unsere Aufgabe, diesen Konzernen auf die Finger zu schauen und notfalls auch 'd'rauf zu klopfen', da diese Standortverlagerungen nichts mehr mit Wirtschaftlichkeit zu tun haben, sondern nur mehr menschenverachtendes Gewinnstreben ohne jede moralische und ethische Schranken ist." Dabei, so Dirnberger, wären Maßnahmen schon jetzt möglich. Die EU hat jenen asiatischen Ländern, in denen nun produziert wird, seit 1971 Zollbegünstigungen aus entwicklungspolitischen Gründen gewährt. Dieser Vorzugszoll kann allerdings zurückgenommen werden, so die EU-Regelung, wenn es sich um Sklaverei oder um Produktion in Strafanstalten handelt.

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AK-Vizepräsident A. Dirnberger

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