Greenpeace-Appell gegen Förderung der Atomkraft

Straßburg/Wien (OTS) - EU-Parlament zum Handeln aufgerufen =

- Heute diskutiert das Europäische
Parlament in Straßburg die "Mitteilung der Kommission über die Kernindustrie in der europäischen Union (PINC)". Greenpeace fordert vom EU-Parlament eine klare Absage an dieses nukleare Werbeprogramm und konkrete Schritte zur Verhinderung der Atomtechnologie-Förderung.

Schon im Jänner des Jahres hat Greenpeace mit einer detaillierten Kritik Einwände gegen das Nuklearprogramm erhoben. Entgegen den Prognosen der Kommission hat sich die Atomkraft nämlich als überholte und zukunftslose Technologie erwiesen. Von fünfzehn EU-Staaten werden nur mehr in einem, Frankreich, Atomkraftwerke gebaut. Diese haben sich nämlich als konzurrenzlos teuer erwiesen. Die von der Kommission präsentierten Kostenabschätzungen - besonders diejenigern, welche die Abwrackung betreffen - gehen weit an der Realität vorbei.

"Die Position, die von der Kommission zur Entwicklung und Bau des Europäischen Druckwasserreaktors und zur Fertigstellung von Ost-AKW vertreten wird, dient zu nichts anderem als zur Arbeitsbeschaffung für Nuklearkonzerne wie Siemens", kritisiert Heinz Högelsberger, Anti-Atom-Experte von Greenpeace Österreich.

Die EU bemüht sich zur Zeit um die Finanzierung von Reaktoren des Temelin-Typs WWER-1000 in Rovno und Khmenitzky in der Ukraine sowie Kalinin in Rußland, obwohl unabhängige Gremien die wirtschaftliche Unsinnigkeit der Projekte in der Ukraine nachgewiesen haben. Ebenfalls betrieben wird die technische Nachrüstung der bulgarischen WWER-1000-Reaktoren Kozloduy 5 und 6. "Das EU-Parlament muß verhindern, daß die EU weiterhin als Handlanger der Atomindustrie agiert", fordert Högelsberger die Parlamentarier auf.

Weitere Informationen: Dr. Heinz Högelsberger, Greenpeace Österreich; Tel.: 01/7130031-21

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