Shell setzt Initiativen für Umweltschutz und bessere Lebensbedingungen in Nigeria

Wien (OTS) - Der Mineralölkonzern Shell hat in den vergangenen Jahren bedeutende Verbesserungen auf dem Gebiete des Umweltschutzes in Nigeria erreicht und sich aktiv für die nigerianische Bevölkerung, unter anderem auch für die Beachtung der Menschenrechte, eingesetzt.

Wie Shell Austria Generaldirektor Dr. Josef Waltl am Donnerstag vor Journalisten berichtete, hat das von der Shell-Tochter SPDG (Shell Petroleum Development Company) operativ geleitete Ölkonsortium (den Mehrheitsanteil hält der nigerianische Staat) im Jahr 1996 rund 120 Millionen Dolar für Umweltschutzaktivitäten und -initiativen ausgegeben.

Eine ganze Reihe von Aktivitäten unterstreicht das Bemühen von Shell, die großteils in den 60er und 70er Jahren begonnene Ölförderung auf den letzen umwelttechnischen Stand zu bringen. Unter anderem wurden 1996 folgende Maßnahmen gesetzt:

+ Abhaltung von 22 Umweltverträglichkeitsprüfungen (im Jahr 1997 sind 42 geplant)

+ Erneuerung von rund 1300 Kilometer Pipelines

+ Allein im östlichen Fördergebiet wurden 2,5 Millionen Dollar für Ausrüstungen zur Bekämpfung von Ölaustritten ausgegeben.

+ Für 540 Betriebsstätten wurden detaillierte Umweltuntersuchungen vorgenommen.

Ebenso wurden Pilotprojekte für die Altlastensanierung gestartet. Bis zum Jahr 2008 soll sukzessive das routinemäßige Abfackeln von Erdgas beendet sein.

+ Rund 7500 Mitarbeiter wurden in Umweltschutz-Trainings geschult.

Strenge Umweltgesetze

Dr. Josef Waltl: "Seit 1992 gelten in Nigeria Bestimmungen, die auf den international unbestritten strengen US Federal Environmental Protection Agency Standards beruhen. Alle Anlagen der SPDC werden an diese Standards herangeführt. Per Mai 1996 waren 89 von 96 Regelungen für die Ölindustrie voll erfüllt, der Rest folgt bis 1999."

Bekanntlich wurde Shell Nigeria im Jahr 1995 zur Zielscheibe verschiedener Kampagnen, die das Unternehmen für Umweltschäden und die unter weltweitem Protest erfolgte Hinrichtung des nigerianischen Schriftstellers und Oppositionspolitikers Ken Saro Wiwa verantwortlich machen wollten. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft für bedrohte Völker Österreich kürzlich Shell Austria -die selbst keine unternehmerische Tätigkeit in Nigeria ausübt -aufgefordert, Druck auf die Konzernleitung auszuüben, um Mißstände im Staat Nigeria abstellen zu helfen.

Einsatz für die Menschrechte der Ogoni

Wie Shell Austria Generaldirektor Josef Waltl am Donnerstag feststellte, sind in allen von der Gesellschaft für bedrohte Völker genannten Bereichen seit geraumer Zeit Aktivitäten von Shell im Gange. So hat sich Shell öffentlich und auf dem Wege der stillen Diplomatie für die 19 inhaftierten Ogoni-Bürgerrechtskämpfer eingesetzt - unter anderem bei der Shell Hauptversammlung des Jahres 1996. Shell ist um ein versöhnliches Klima im Ogoniland - der Heimat Saro Wiwas - bemüht und in diesem Zusammenhang auch an Gesprächen mit der Ogoni-Organisation Mosop interessiert. Auch ist Shell wie oben erwähnt seit Jahren aktiv für die Verbesserung des Umweltschutzes und der Sanierung von Altlasten engagiert.

Waltl unterstrich auch, daß Shell in Nigeria im Jahr 1996 rund 36 Millionen Dollar für Projekte für die lokale Bevölkerung ausgegeben habe. Dazu gehörte die Errichtung und die Instandsetzung von Krankenhäusern ebenso wie der Bau von Schulen, die Vergabe von Stipendien für Mittelschul- und Hochschulbesuch (an insgesamt 3000 Einheimische) sowie der Bau von Wasserversorgungssystemen und Gemeindestraßen. Allein 1996 haben 79.000 Landwirte Hilfe durch Agrarberater der SPDC erhalten und wurden von Shell unter anderem mit Saatgut versorgt.

Waltl: "Shell nimmt seine Verantwortung sehr ernst. Wir wollen nicht behaupten, daß Shell vollkommen ist. Aber gerade Nigeria ist heute ein Land, in dem Shell mit gutem Gewissen vorzeigen kann, wozu es sich in seinem neuen Unternehmensbild verpflichtet hat: Für ökologisch nachhaltige Entwicklungen sorgen und die Menschenrechte unterstützen."

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