Tourismus begrüßt Zugeständnisse beim "Mautpickerl"

Erfolgreicher Schulterschluß der Wirtschaftskammer mit RDA - Gemeinsame Gespräche mit dem Wirtschaftsminister

Wien (PWK) - Die Handhabung der Autobahnvignetten wird gästefreundlicher. Die auf Drängen der Sektion Tourismus und des Fachverbandes Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich zustandegekommenen Verbesserungen tragen vor allem der berechtigten Kritik aus Deutschland Rechnung. ****

Erstmals kam es im Vorfeld dieser Verbesserungen zu einem Schulterschluß der Wirtschaftskammer mit einem international tätigen Bustouristikverband, dem RDA (Ring Deutscher Autobusunternehmen). Der RDA mit Sitz in Köln, der sich als nationaler und internationaler Lobbyist für die Interessen der Busreiseunternehmen versteht, zählt mehr als 2.500 Verbandsmitglieder, darunter einige Hundert auch aus Österreich.

Für die österreichische Tourismuswirtschaft, darunter insbesondere die Hotellerie, war es in der heiklen Mautfrage daher besonders interessant, diesen wichtigen Verband als Partner zu gewinnen, und gemeinsam die Anliegen der Tourismuswirtschaft im Wirtschaftsministerium in Wien vorzutragen.

Die jüngste Aussprache hat - trotz der Verstimmung vieler deutscher Busreiseunternehmen - zu einer Entspannung der Situation geführt. Künftig soll eine gemeinsame Informationsarbeit geleistet werden. RDA-Präsident Norbert Grein kündigte in diesem Zusammenhang an, daß die 47. RDA-Mitgliederversammlung vom 15. bis 19. April 1988 in Salzburg stattfinden wird.

Fachverbandsvorsteher Hans Melcher begrüßte es, daß in wichtigen Punkten ab Dezember 1997 eine flexiblere Handhabung möglich sein werde. Wie er betont, gehe es dem deutschen Gästen in aller Regel nicht so sehr um die Höhe der Maut, sondern um eine gästefreundliche Abwicklung. Dies gelte auch für die für Österreich besonders wichtigen Busreisen. Wie Wirtschaftsminister Dr. Hannes Farnleitner unterstrich, haben bequeme und perfekt organisierte Busreisen in einer "aging society" eine großes Wachstumspotential. Viele Prognosen weisen darauf hin, daß sich hier einer der stärksten Wachstumsmärkte für den heimischen Tourismus anbahnt.

Wer auf der ersten Ausfahrt nach der Grenze die österreichische Autobahn verläßt, muß künftig - im Gegensatz zur derzeitigen Regelung - keine Maut bezahlen. "Das bringt vielen Gäste eine deutliche Erleichterung, speziell in den Grenzbereichen von Salzburg, Tirol und Vorarlberg", begrüßt Sektionsobmann-Stellvertreter Dr. Walter Ender den gefundenen Kompromiß. Wie schon berichtet, wird die Zwei-Monatsvignette durch eine billigere Monatsvignette ersetzt, deren Gültigkeit an jedem Tag beginnen kann. Die Wochenvignette ist weiterhin an zehn aufeinanderfolgenden Kalendertagen gültig, kann jedoch ebenfalls an jedem Wochentag "scharf gemacht" werden.

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Fachverband Hotellerie

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