BBAG: Geschäftsverlauf 1996 - 2. Teil

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Ad-Hoc Mitteilung von: BBAG

Das Geschäft mit alkoholfreien Getränken
Durch die Abgabe der Coca-Cola-Konzessionen in
Österreich und Polen an den im Einflußbereich des
Lizenzgebers stehenden Abfüller hat sich der
Absatz der BBAG-Gruppe um rund 1,3 Millionen
Hektoliter verringert. Vergleicht man den Absatz
der alkoholfreien Getränke ohne Coca-Cola
Konzessionen, so lag der Rückgang 1996 gegenüber
1995 bei 56.000 Hektoliter oder 3,9 Prozent.
Limonaden
Unter Berücksichtigung dieser strukturellen
Veränderungen hat der Limonadenabsatz der BBAG-
Gruppe um 7,1 Prozent auf 277.000 Hektoliter
abgenommen.

Mineral- und Sodawasser
Das schlechte Wetter im Sommer 1996 hat sich
besonders negativ auf das Mineralwassergeschäft
ausgewirkt. Entsprechend dem österreichischen
Mineralwassermarkt war auch der Absatz der
Mineralwassermarken Güssinger, Gasteiner und
Severin sowie des Sodawassers rückläufig.

Fruchtsäfte
Das Fruchtsaftgeschäft des BBAG-Konzerns war 1996
von einer beachtlichen Aufwärtsentwicklung
geprägt. Während der österreichische
Fruchtsaftmarkt insgesamt rückläufig war, konnten
die Pago-Fruchtsäfte der BBAG ein Absatzplus von
über 13 Prozent verzeichnen. Die Zuwächse stammen
aus der erfolgreichen Einführung des Produktes
Pago Plus ACE zu Beginn des Jahres 1996, aus dem
Relaunch der Marke DrinkVit und aus dem
konsequenten Ausbau der Position der Pago
Fruchtsäfte in der Gastronomie.Der Auslandsabsatz
ist um 7 Prozent gewachsen.

Das Liegenschaftsgeschäft
Das umfangreiche Liegenschaftsvermögen hat sich
durch Projektentwicklung und Neuvermietungen,
aber auch durch Verkauf ertragsloser
Liegenschaften und Reinvestition in ertragreiche
Objekte weiter gut entwickelt. Die Liegenschaften
sind ertragsmäßig das zweitstärkste
Geschäftsfeld.

Die Umsatzentwicklung
Infolge des Ausscheidens der Coca-Cola-
Beteiligungen verringerte sich der Umsatz des
BBAG-Konzerns 1996 um rund eine Milliarde
Schilling. Bereinigt um den weggefallenen Umsatz
der beiden Coca-Cola-Beteiligungen kam es zu
einer geringfügigen Steigerung des
Konzernumsatzes.
Leicht rückläufige Biererlöse in Österreich
wurden durch ein Umsatzwachstum des Konzerns
außerhalb von Österreich, insbesondere in Ungarn
wettgemacht.
Die Erlöse aus alkoholfreien Getränken sind
infolge des Verkaufs der Coca-Cola-Konzessionen
zurückgegangen; bereinigt um diese konnte bei den
alkoholfreien Getränken ein leichtes
Umsatzwachstum erzielt werden: einer beachtlichen
Steigerung der Umsätze an PagoFruchtsäften stehen
marktbedingte Umsatzrückgänge bei den Mineralund
Sodawässern sowie den Limonaden gegenüber.
Eine kräftige Umsatzsteigerung konnte aus der
Vermietung und Verpachtung von Liegenschaften
erzielt werden.

Die Finanz- und Ertragslage
Mit 1.304 Mio S ist das EGT um 533 Mio S höher
als 1995. Bereinigt um die Gewinne aus der 1996
verkauften Coca-Cola Frischgetränke AG und aus
der Veräußerung von Anlagen zeigt sich eine
Verbesserung des Ergebnisses um 97 Mio S. Diese
resultiert aus dem Wegfall des nachhaltigen
Verlustes der Coca-Cola-Konzession in Lodz, Polen
(56 Mio S im Jahre 1995) und der gestiegenen
Erträge der ungarischen Brauereien, des
Liegenschaftsbereiches und der Gesellschaften des
alkoholfreien Getränkegeschäftes.
Eine kräftige Steigerung um 75 Mio S auf 219 Mio
S erfuhren die Ertragssteuern vor allem aufgrund
der Auswirkung der österreichischen Steuerreform
und des teilweisen Wegfalls von
Steuerbegünstigungen für die ungarischen
Brauereien.
Der Vorstand der BBAG schlägt der
Hauptversammlung am 5. Juni 1997 die Ausschüttung
einer Dividende von S 16 und eines Bonus von S 3
je Aktie im Nennwert von S 100 je Aktie vor. Die
Erhöhung der Stammdividende um S 1 je Aktie soll
der fortgesetzten positiven Ertragsentwicklung
des BBAG-Konzerns Rechnung tragen. Der Bonus
wird im Zusammenhang mit der Abgabe der
österreichischen Coca-Cola Beteiligung
vorgeschlagen.

Der Ausblick
Der BBAG-Konzern bereitet im laufenden Jahr die
Zusammenführung der Österreichischen Brau AG und
der Steirerbrau AG, an denen die börsenotierte
BRAU-UNION mit jeweils 100 Prozent beteiligt ist,
in eine gemeinsame Unternehmung, die Brau Union
Österreich Aktiengesellschaft, vor. Ziel der
Zusammenführung ist es, die Position unter den
besten Brauereiunternehmen Europas zu festigen.

Neben der Optimierung des österreichischen
Biergeschäftes wird das Wachstum außerhalb von
Österreich durch Exporte und Akquisitionen
vorangetrieben. Seit dem Erwerb einer
Majoritätsbeteiligung an der Brauerei Arbema im
rumänischen Arad ist die BBAG-Gruppe in einem
weiteren europäischen Land präsent. Die Kapazität
dieser Brauerei wird auf 350.000 Hektoliter
erhöht, gleichzeitig werden die
produktionstechnischen Voraussetzungen für die
Lizenzproduktion der Marken Kaiser und Gösser
geschaffen.

Im April 1997 haben die Hauptversammlungen der
Brauereien Martfü und Sopron die Verschmelzung
beider Gesellschaften
beschlossen. Die Stammaktien der Brauerei Martfü
werden im Verhältnis 5:4 in Stammaktien der
Brauerei Sopron umgetauscht. In diesem
Zusammenhang hat die börsenotierte BRAU-UNION
weitere MartfüAktien erworben, die Beteiligung
der BRAU-UNION an der Brauerei Sopron ist von
53,3 auf 69,5 Prozent gestiegen, hinsichtlich der
Stimmrechte von 76,7 Prozent auf 85,6 Prozent.
Linz, 14. Mai 1996

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