FWV - Teilerfolg für Unternehmer-Mütter

Wien (OTS) - Der Freie Wirtschaftsverband Wien verbucht bei seinen Bemühungen um die Verbesserung der Situation junger Unternehmerinnen einen Teilerfolg.

Wirtschaftskammer Präsident Walter Nettig hat Realisierung und Finanzierung des vom FWV Wien vorgeschlagenen Projektes "Karenzhilfe für Unternehmerinnen" verbindlich zugesagt.

"Damit kann Unternehmerinnen, die eine Familie gründen, kurzfristig zumindest praktisch geholfen werden", sagt FWV-Vizepräsidentin Christa Ornest. Das Projekt läuft ab sofort, Interessierte können sich bei Wirtschaftskammer Wien melden. In Anspruch nehmen können die "Karenzhilfe" vorerst Unternehmerinnen, die ihren Betrieb alleine oder mit einer Hilfskraft führen.

Grund für die FWV-Initiative war die, vor allem bei der Geburt eines Kindes, schlechte soziale Absicherung junger Unternehmerinnen. "Für die meisten Klein-Unternehmen in weiblicher Hand bedeutet die Gründung einer Familie eine existenzbedrohende Hiobsbotschaft, statt eines freudigen Ereignisses", so Christa Ornest. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

*Viele Betriebe in weiblicher Hand agieren in stagnierenden
bzw. sensiblen Nahversorgungsbranchen und sind Kleinstunternehmen.

*Die Existenz von Betrieben in weiblicher Hand hängt, weil
viele Einfrau- Betriebe darunter sind, im weitgehenden Ausmaß von der ständigenAnwesenheit/Mitarbeit der Unternehmerin selbst ab.

*Die ungleiche sozialrechtliche Stellung der selbständigen gegenüber der unselbständigen Frau wirkt sich, wenn Unternehmerinnen Mütter werden, fatal und existenzbedrohend aus.

Immer wieder geraten Einfrau-Betriebe durch Mutterschaft, die zumindest eine zeitweilige Abwesenheit bedingt, in wirtschaftliche Krisen, die eine existenzbe-drohende Lage für den Betrieb darstellen:
Denn als Inhaberin eines Kleinstbetriebes und Mutter zu überleben ist mit der veralteten Wochengeld- und Teilzeit-beihilferegelung fast unmöglich. Wer sich trotzdem für Familie und Betrieb entscheidet, steht unmittelbar nach der Geburt des Kindes aus Gründen der finanziellen Existenz und Arbeitsplatzsicherung wieder im Geschäft. "Gesundheitliche, seelische und finanzielle Nachteile müssen dabei in Kauf genommen werden oder: Der Betrieb muß zusperren, weil Aushilfekräfte für Wochengeld und Teilzeitbeihilfe nicht leistbar sind.

"Wenn wir nicht zunehmend auf weibliche Unternehmer verzichten wollen, muß es mehr und gezieltere Hilfen für Unternehmerinnen geben, wie die - am Niederösterreichischen Betriebshilfemodell angelehnte -'Karenzhilfe für Unternehmerinnen', so die FWV-Frauen.

"Das soll zumindest eine praktische Unterstützung junger Mütter bei der Betriebsführung garantieren und könnte das Überleben vieler Kleinbetriebe in weiblicher Hand und damit Arbeitsplätze im Nahversorgungsbereich sichern. Damit die Geburt eines Kindes auch für die Unternehmerin wieder zu jenem erfreulichen Ereignis wird, das es sein sollte", zeigt sich Ornest mit der Unterstützung durch die Wirtschaftskammer zufrieden.

"Der FWV wird sich allerdings weiter um die Gleichstellung von Selbständigen mit unselbständigen Frauen bemühen", formuliert Ornest die weiteren Ziele der FWV-Frauen.

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