Zur gestrigen Pressekonferenz von Dr. Haider sind folgende Anmerkungen aus unserer Sicht notwendig:

Wien (OTS) - Dr. Haider bedient sich nach wie vor jener Sprachradikalismen, die ihm seit Jahren wenig ruhmreiche
Lorbeeren einbringen. Seine Diktion erinnert an die Reden jener Politiker, die vor 1945 Österreich/Deutschland beherrschten.

Da werden österreichische Staatsbürger, die sich nichts zuschulden kommen ließen - außer daß sie in der OeNB arbeiten
- mit dem "Privilegienstern", ähnlich dem berüchtigten Stern dieser Zeit, versehen. Sie werden in Pressekonferenzen,
Auftritten im Parlament und auf öffentlichen Versammlungen zugunsten billiger Effekthascherei an den Pranger gestellt. Es
wird sogar zur Jagd auf sie, unsere Mitbürger, aufgerufen. Genüßlich sitzen viele in ihren Sesseln und freuen sich über solche Hetzen. Daß sie bei dieser Art von Politik sehr schnell selbst zu Sündenböcken gemacht werden könnten, dürften sie
dabei übersehen. Dr. Haider wird immer einen Schuldigen
brauchen!

Das Wirtschaftsprogramm der FPÖ erinnert an die Wirtschaftspolitik der 30er-Jahre, welche zu wirtschaftlicher Verelendung, Massenarbeitslosigkeit und Geldvernichtung geführt hat. Politisch wurde damit der Boden für die Machtübernahme autoritärer Systeme aufbereitet.

Dr. Haider fordert heute:
- Die Liquidierung der unabhängigen Nationalbank und an
ihrer Stelle die Errichtung einer verstaatlichten
Zentralbank.
- Die Einverleibung von Reserven in das Budget, die bisher
auch zur Sicherung des Schillings verwendet werden
konnten.

Ein solcher Griff nach der Notenbank und die Auswirkungen
ist vielen älteren MitbürgerInnen noch schmerzhaft in
Erinnerung. Wissen das aber auch alle anderen verantwortungsbewußten Österreicherinnen und Österreicher?

Rückfragen & Kontakt:

Gerhard Valenta
Vorsitzender des Zentralbetriebsrates
in der Oesterreichischen Nationalbank
Otto Wagner Platz 3
1090 Wien
Tel.Nr.: 404 20 DW 9900

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