Fördermodell für erneuerbare Energien steht -- E-Wirtschaft einigt sich auf Investitionshilfen und neue Einspeisetarife -- Generalübereinkommen ab 1. Juli 1997

Wien- (VEÖ) - - Der Verband der Elektrizitätswerke Österreichs (VEÖ) hat heute die Eckpunkte für eine gemeinsame Fördereinrichtung mit dem Wirtschaftsministerium und dem Umwelt-und Familienministerium zugunsten erneuerbarer Energien
festgelegt. Als erneuerbare Energien im Sinne dieses Fördermodells gelten Biomasse, Wind, Deponie-/Klärgas und Photovoltaik, nicht aber die Wasserkraft. Bei diesem Fördermodell geht es um die Kombination von einmaliger Investitionsförderung für einschlägige Erzeugungsanlagen mit einem entgegenkommenden Stromeinspeisetarif.

Demnach soll durch die E-Wirtschaft die Fördereinrichtung für Anlageninvestitionen jährlich mit 60 Millionen Schilling dotiert werden. Vom Wirtschaftsministerium sollen für denselben Zweck 20 Millionen Schilling jährlich, vom Umweltministerium im Rahmen der Umweltförderung 50 bis 60 Millionen Schilling jährlich bereitgestellt werden. Dieses Generalübereinkommen soll vom 1.
Juli 1997 an und vorläufig bis Ende 1999 gelten. Vor Ablauf des Geltungszeitraums sollen Gespräche zu seiner Fortsetzung aufgenommen werden. Als Abwicklungsstelle für dieses Fördermodell soll die Österreichische Kommunalkredit AG. fungieren.

Das Einspeiseentgelt für Stromlieferungen aus den damit geförderten Anlagen soll sich auf 90 Prozent des Verbund-Arbeitspreises belaufen. Das bedeutet im Winter tagsüber einen Einspeisepreis von 64,80 g je Kilowattstunde, nachts von
54,60 g/kWh; im Sommer tagsüber 42,60 und nachts 37,90 g/kWh.

Die Vergabe der Förderung ist vom Grundsatz geprägt, daß für jede finanziell unterstützte Produktionstechnologie eine Rangfolge der Projekte nach dem Grad der höchsten Energieeffizienz sowie nach Maßgabe der technischen Reife erfolgt.

Der VEÖ bezweckt mit dieser Förderung für die Stromerzeugung auf Basis der begünstigten erneuerbaren Energieträger, die derzeit gegenüber konventionellen Technologien nicht wettbewerbsfähig sind, die Schaffung einer wirtschaftlichen Grundlage.

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Ernst A. Swietly
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