Gastgewerbe: Fachverbände bieten neue Vorschläge an

Verhandlungschef Hinterleitner kritisiert ablehnende Haltung der Gewerkschaft - Arbeitsplatzvernichtende Forderungen

Wien (PWK) - "Lohnerhöhungen ohne jede Gegenleistung der Gewerkschaft sind in der gegenwärtigen Situation nicht machbar. Leider haben dies die Vertreter der Gastgewerbe-Gewerkschaft noch immer nicht erkannt und alle Kompromisse stets abgelehnt", kritisiert der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Helmut Hinterleitner, den Stillstand der Kollektivvertragsverhandlungen im heimischen Gastgewerbe. Die Gewerkschaft beharre, so Hinterleitner, auf einer Lohnerhöhung von 4,9 Prozent, während sie den vielfältigen Problemlösungsvorschlägen der Unternehmer bei den Rahmenbedingungen weiterhin die kalte Schulter zeige. ****

Um die Verhandlungen in Schwung zu bringen, wurde seitens der Arbeitgeber vorgeschlagen, ein befristetes Alternativlohnsystem einzuführen. An Hand dieses Versuchsmodells hätte man konkrete Erfahrungen über ein zeitgemäßes Lohnsystem sammeln können. Weiters wurde vorgeschlagen, eine antiquierte Bestimmung des Kollektivvertrags, nämlich die Verpflichtung zur Mindestentlohnung der ersten vier Stunden bei Teilzeitarbeit, den praktischen Erfordernissen der Wirtschaft und der Arbeitnehmer selbst anzupassen. Die derzeitige Regelung - Bezahlung für mindestens vier Stunden, auch wenn kürzer gearbeitet wird - verhindert nämlich, daß neue Teilzeitarbeit geschaffen werden kann.

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Fachverband Gastronomie

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