Mikrosystemtechnik wird Zukunftsmarkt für KMUs

Fachtagung in der Wirtschaftskammer Österreich

Wien (PWK) - "Mit den Anwendungsmöglichkeiten der Mikrosystemtechnik von der Elektrotechnik, dem Maschinenbau, der Medizintechnik bis zur Kommunikations- und Informationstechnologie ist ein enormes Marktpotential gegeben. Allein im letzteren Bereich erwartet man für die Mikrosystemtechnik als Teilgebiet ein Marktvolumen von ca. 450 Mrd. Schilling", erklärte die Generalsekretär-Stellvertreterin Helga Koch anläßlich der heutigen Fachtagung "Mikrosystemtechnik - Chancen für Österreichs Wirtschaft", die gemeinsam vom WIFI Österreich und dem Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) organisiert wurde. ****

"Gerade im Forschungs- und Entwicklungsbereich wird viel Kapital benötigt, wobei die Fördermittel in Österreich im europäischen Vergleich viel zu gering sind", so Koch. "Mit der Mikrosystemtechnik bieten sich besonders für KMUs, die flexibel auf den Markt reagieren können und auf Innovation setzen, gemeinsam mit der Technischen Universität und anderen Forschungsinstituten große Chancen in der Zukunft. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Information, Beratung und Schulung, wo ein vielseitiges Angebot der WIFIs in Österreich besteht".

Matthias Werner vom VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik in Berlin erklärte im Anschluß die konkreten Chancen für KMUs in Deutschland im Rahmen des speziellen Förderprogrammes "Mikrosystemtechnik 1994-1999". "Allein 1994 und 1995 wurden 359 Teilvorhaben mit insgesamt 236 Mio DM Förderungsmitteln bewilligt. Die Finanzplanung für die Jahre 1997 bis 1999 sieht jeweils weitere 95 Mio DM vor". Im EU-Programm ESPRIT wird ebenfalls gezielt die Mikrosystemtechnik unterstützt. Materialien und Fertigungsprozesse werden außerdem durch das EU-Programm IMT gefördert. Für beide Programme stehen 100 Mio ECU über vier Jahre zur Verfügung.

Anhand einiger österreichischer Beispiele wie dem Sauerstoffsensor des Innovations-Staatspreisträgers 1996, der Ionenstrahl-Projektionslithographie, einem Miniatur-Sensorsystem zur kompletten Messung von Werten für die Diabeteskontrolle oder dem frühen Beispiel des Innenohrimplantates demonstrierte Prof. Fritz Paschke von der TU Wien, daß in Österreich erfolgreiche Angebote an Dienstleistungen die Nachfrage bei weitem übersteigen.

Der Nachmittag ist Referaten von Prof. Helmut Detter der TU Wien über ein "Srukturmodell für den erfolgreichen Technologietransfer in KMUs" gewidmet, weiters der "Siliziumbasierenden Sensortechnologie" von der österreichischen Firma Austria Mikrosysteme International und der "Mikrostrukturierung von Ultraschallwandlern" der medizintechnischen Firma Kretztechnik, beide erfolgreiche Anwender der Mikrosystemtechnik. Herbert Wotke vom FFF wird den anwesenden Firmenvertretern einen Überblick über die Förderungsmöglichkeiten für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer in Österreich geben und Oliver Schmerold vom BIT Österreich über die Förderung von Mikrosystemtechnikprojekten im Rahmen des EUREKA-Programmes.

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Dr. Heinz Lasek

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