Habsburg: Subsidiarität beginnt bei der Familie

Europäisches Parlament diskutiert Subsidiarität

Wien (OTS) - Das Europäische Parlament diskutierte gestern abend zur Eröffnung der Mai-Plenarwoche den Bericht von Frau Palacio Vallelersundi über die Anwendung des Subsidiaritätsprinzipes. Karl Habsburg betonte in seiner Stellungnahme als Redner der EVP-Fraktion die politische Bedeutung des Subsidiaritätsprinzipes. "Deswegen sollten Streitigkeiten über dieses Prinzip ja auch wenn möglich politisch gelöst werden und nicht vor dem Gerichtshof", so Karl Habsburg. Der christlich-konservative Europaparlamentarier betonte die Herkunft des Subsidiaritätsprinzipes aus der christlichen Soziallehre, eine Abqualifizierung "als Hilfe zur Selbsthilfe" wäre deshalb falsch. Dieses gesellschaftliche Ordnungsprinzip müsse zwischen Gemeinden und Ländern genauso funktionieren wie es zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten funktionieren muß. "Dies zeigt aber auch ganz klar, daß Subsidiarität von der Basis nach oben gebaut werden muß." Schließlich müssen die Beschlüsse der Gemeinschaft bürgernah sein.

"Daraus ergibt sich für mich die logische Schlußfolgerung, daß man unterhalb der Ebene Gemeinde die Ebene Familie als Basis unserer Gesellschaft sehen muß", unterstrich Karl Habsburg in seiner Wortmeldung vor dem Plenum des EP die Bedeutung der Familie für ein funktionierendes Gemeinwesen.

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