Wünsche AG: Littmann neuer Chef des Textilkonzerns

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Professor Dr. Peter Littmann, bis
Anfang des Jahres Vorstandsvorsitzender der Hugo Boss AG, Metzingen, wird in den Vorstand der WÜNSCHE AG eintreten. Zugleich wird sich Littmann auch als Aktionär bei WÜNSCHE in einem erheblichen Umfang engagieren. Littmann wird als Vorstandsvorsitzender des Hamburger Textilkonzerns Kai Wünsche ablösen, der sein Amt als Vorstand niederlegen und in den Aufsichtsrat wechseln wird.

Die WÜNSCHE AG, ein ehemals diversifizierter Handels- und Dienstleistungskonzern, wird nach dem noch in diesem Jahr erwarteten Verkauf der Bau-Verein zu Hamburg AG und der anderen Gesellschaften der Konzernsparte übrige Beteiligungen zum reinen Textilkonzern werden. Littmann plant, die Textilgruppe durch Akquisitionen gezielt weiter auszubauen. Die erforderlichen Mittel werden aus der Veräußerung der nicht-textilien Beteiligungsgesellschaften zur Verfügung stehen.

Der bevorstehende Verkauf der Wescho-Gruppe, die für 1997 geplante Veräußerung der Bau-Verein zu Hamburg AG sowie der übrigen nicht-textilen Beteiligungen werden die Voraussetzungen dafür schaffen, den WÜNSCHE-Konzern noch im Jahre 1997 als reine Textilholding zu etablieren. Diese Konzentration auf unser seit langem größtes und erfolgreichstes Geschäftsfeld wird die künftige Ertragstärke nachhaltig sichern.

Im zuge des Konzernneubeginns trennt sich auch der Großaktionär WCM von seinem Aktienpaket und wird dieses an eine Investorengruppe unter der Leitung des Hamburger Kaufmannes Albert Büll veräußern.

Bericht über das Geschäftsjahr 1996

Das Geschäftsjahr 1996 verlangte den Gesellschaften des WÜNSCHE-Konzerns eine beträchtliche Kraftanstrengung im Kampf um Marktanteile und bei der Sicherung der Wettbewerbsposition ab. Dennoch ermöglichte die Marktakzeptanz der angebotenen Produktpaletten eine Erhöhung des Absatzes und trotz sinkender Preise leichte Umsatzsteigerungen in nahezu allen Gesellschaften.

Verglichen mit dem entsprechenden Konsolidierungskreis des Vorjahres stieg der Umsatz um 10 Mio. DM auf 1,25 Mrd. DM. Das durch den Verkauf der beiden Beteiligungen Volker Rasehorn GmbH und Eltatronic Unterhaltungselektronik Handels GmbH abgegebene Umsatzvolumen konnte insbesondere durch eine entsprechende Umsatzsteigerung in der Konzernsparte Immobilien ausgeglichen werden. Der Anteil der bisherigen Kerngeschäftsfelder Textilien und Immobilien am Gesamtumsatz erhöhte sich weiter von fast 70% (925 Mio. DM) auf über 75% (944 Mio. DM), die Mitarbeiterzahl im WÜNSCHE-Konzern betrug zum Jahresende 2.505 Mitarbeiter (i.Vj. 2.551).

Der Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von -22,8 Mio. DM (i.Vj.:
Überschuß 28,4 Mio. DM) ist in erster Linie auf die umfangreichen Aufwendungen für die abschließende Restrukturierung und die Bereinigung der von Risiken zurückzuführen. Im operativen Bereich haben sich die Tochtergesellschaften des WÜNSCHE-Konzerns trotz der schwierigen Wirtschaftslage gut behauptet und weiterentwickelt. Umfangreiche Kostensenkungsprogramme haben das Ergebnis 1996 zusätzlich belastet. Hierdurch wird aber nunmehr den Textilunternehmen eine offensive und chancenreiche Marktstrategie ermöglicht. Durch die zugleich durchgeführten Bereinigungen von Bilanzpositionen und eine extensive Risikovorsorge wurde die Grundlage für eine gesteigerte Ertragskraft in den kommenden Jahren gelegt.

Der Hauptversammlung kann aufgrund des Ergebnisses keine Dividende vorgeschlagen werden.

Entwicklung der Konzernsparten

Die Konzernsparte Textilien mit den Unternehmen der Miles-Gruppe, der Jansen Textil GmbH und der Jean Pascale AG ist mit einem Umsatz in 1996 von 759 Mio. DM (i.Vj.: 777 Mio. DM) und einem Umsatzanteil von über 60% der stärkste Bereich innerhalb des WÜNSCHE-Konzerns. Der geringfügige Umsatzrückgang der Konzernsparte auf 759 Mio. DM resultiert im wesentlichen aus der Anpassung des Geschäftsjahres der Jansen Textil GmbH an das des WÜNSCHE-Konzerns, so daß das Vorjahresniveau auf vergleichbarer Basis gehalten wurde. Dies stellt in dem stark rückläufigen Markt eine beachtliche Leistung dar. Obwohl alle drei Gesellschaften im Vergleich zum Branchendurchschnitt gute Umsatzentwicklungen aufwiesen, ermäßigte sich das Ergebnis auf 28 Mio. DM. (i.Vj.: 32 Mio. DM). Hierfür war der nachhaltige Preisdruck aufgrund des zurückhaltenden Kaufverhaltens verantwortlich.

In der Konzernsparte Immobilien fungiert die Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft als Zwischenholding für sämtliche Immobilienaktivitäten des WÜNSCHE-Konzerns. Das Geschäftsjahr 1996 verlief für die Bau-Verein-Gruppe zufriedenstellend. Der Bau- Verein erzielte 1996 durch die Vermarktung gewerblicher Großobjekte und die Erweiterung des Beteiligungsportfolios eine Umsatzsteigerung um 25% auf 185 Mio. DM (i.Vj.: 148 Mio. DM). Das operative Ergebnis entwickelte sich l996 mit 11 Mio. DM (i.Vj.: 21 Mio. DM) durchschnittlich, blieb aber im wesentlichen aufgrund der bewußt reduzierten Verkäufe aus dem Bestand der Bau-Verein zu Hamburg AG und umfangreicher Risikovorsorge deutlich unter dem hervorragenden Ergebnis des Vorjahres.

Die Konzernsparte übrige Beteiligungen setzt sich nach dem Verkauf der Volker Rasehorn GmbH, der Eltatronic Unterhaltungselektronik Handels GmbH und Teilen der Ludwig Wünsche & Co. GmbH nur noch aus Gesellschaften des Futtermittel- und Getreidehandels und des Ladenbaus zusammen.

Ausblick

Mit der erfolgreichen Restrukturierung wird die WÜNSCHE AG zu einem Textilkonzern werden. Aus den bereits durchgeführten und noch geplanten Verkäufen der Beteiligungsgesellschaften werden der WÜNSCHE AG erhebliche Mittel zufließen, die in einen weiteren Ausbau der Textilaktivitäten investiert werden sollen. In diesem Zusammenhang ist auch daran gedacht, den Anteil an der Jean Pascale AG auf 75% zu erhöhen.

Wir sind überzeugt, daß mit den bereits durchgeführten und noch geplanten Maßnahmen der WÜNSCHE-Konzern in veränderter Gestalt 1997 ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis erzielen wird. Im Jahr 1998 erwarten wir eine Fortsetzung des positiven Trends und eine weitere Ertragsteigerung des dann neu geformten, schlagkräftigen Textilkonzerns.

Bei Rückfragen bitte Joachim A. Klähn unter 040-38031-420 anrufen

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