Wirtschaftskammer: Lehrstellendiskussion versachlichen!

Nur ein Drittel der Lehrstellensuchenden ohne Lehrstelle ist voll vermittelbar - AMS-Zahlen verzerren die Situation

Wien (PWK) - "Karriere mit Lehre" erfordert  uch ein
entsprechendes Vorbildungsniveau, stellt Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildung in der Wirtschaftskammer Österreich, fest. Eine nicht abgeschlossene Pflichtschule, negative Schulergebnisse in für den Lehrberuf wichtigen Gegenständen wie Deutsch bei kaufmännischen Berufen oder Mathematik bei technischen Berufen, schränken die Vermittelbarkeit eines Lehrlings drastisch ein. "Nach Informationen des AMS aus einzelnen Bundesländern ist nämlich nur ein Drittel der Lehrstellensuchenden ohne Lehrstelle auch tatsächlich voll vermittelbar", so Piskaty. ****

Die Wirtschaftskammer Österreich fordert daher das AMS auf, bei den vorgemerkten Lehrstellensuchenden, insbesondere bei jenen mit Pflichtschulabschluß, zusätzliche Angaben zu erheben, in welcher Schulart, Schulstufe bzw ob die Pflichtschule mit oder ohne Repetieren abgeschlossen wurde.

Bei Absolventen des Polytechnischen Lehrganges oder Jugendlichen, die ein erstes Jahr in einer berufsbildenden Schule positiv abgeschlossen haben, kann angenommen werden, daß sie rasch und voll vermittelbar sind. Bei Schülern mit schlechten Schulergebnissen werden zusätzliche Fördermaßnahmen wie Arbeitserprobungen und Förderkurse notwendig sein.

Rückfragen & Kontakt:

BW-Abteilung
50105/4072

Dr. Georg Piskaty

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK