Holender will neuen "Eisernen" - gegen Eisenmengers "Relikt des gleitenden Übergangs" aus der NS-Zeit - Enthüllung am 1. Jänner 2000?

Wien (OTS) - Staatsoperndirektor Ioan Holender will den Eisernen Vorhang seines Hauses austauschen. Das Werk des in der NS-Zeit angesehenen Malers Rudolf Eisenmenger sei, so Holender, "ein Relikt des gleitenden Übergangs" und solle baldmöglichst getilgt werden.

Zu diesem Zweck befindet sich der Operndirektor in "fruchtbaren Gesprächen" mit Bundeskanzler Klima. Schon im nächsten Jahr soll der "Eiserne" international ausgeschrieben werden. Eine Jury wählt dann den Entwurf aus.

Am 1. Jänner 2000, so Holenders Wunsch, soll der neue Eiserne Vorhang enthüllt werden. "Damit zu Beginn des neuen Jahrtausends auch das Relikt der anderen tausend Jahre verschwindet."

Schon jetzt wird Holender - ein vom amerikanischen Mahler-Forscher Gilbert Kaplan gestiftetes - monumentales Werk des international renommierten amerikanischen Malers J. B. Kitaj im Gobelin-Saal enthüllen: Es zeigt den jüdischen Operndirektor Gustav Mahler. Der Gobelin-Saal wird bei dieser Gelegenheit in Gustav-Mahler-Saal umbenannt.

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