Autobahnvignette: Falsche Vorwürfe schädigen Reputation der weltweiten Swarco-Unternehmensgruppe

Firmenleitung trifft Klarstellung

Wien (OTS) - Nach langem, zurückhaltenden Schweigen zum Thema Autobahn-Mautvignette haben sich nun die Hersteller der Vignette mit einer Pressekonferenz in Wien zu Wort gemeldet. Manfred Swarovski, Chairman der weltweit tätigen Swarco-Unternehmensgruppe, und Dipl. Ing. Friedrich Peter Hofstadler, Geschäftsführer der Swarco Futurit Verkehrssignalsysteme GmbH verwehrten sich dabei entschieden gegen irreführende und falsche Behauptungen, die die Reputation der Unternehmensgruppe im In- und Ausland untergraben.

Der Auftrag

Bekanntlich hatte die ARGE Swarco Futurit nach öffentlicher Ausschreibung als Bestbieter 1996 den Auftrag zur Vignettenproduktion für 1997 erhalten. Die Herstellung erfolgt bei der Firma American Decal & Mfg. Co (ADM) in Chicago. Beide Unternehmen gehören zur Swarco-Unternehmensgruppe, die weltweit 30 Firmen umfaßt und 1996 einen Jahresumsatz von rund 900 Millionen Schilling erwirtschaftet hat. Eigentümer der Swarco-Gruppe ist der österreich Manfred Swarovski, die Zentrale befindet sich in Wattens/Tirol.

Reputation geschädigt

Manfred Swarovski: "Nach fünf Monaten heftiger Vignetten-Diskussion und vielen unwahren Behauptungen, die uns vetreffen, wird nun ein Schaden im Ansehen der Firmengruppe deutlich, der sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirkt und uns zur öffentlichen Klarstellung zwingt. Es ist einfach falsch, den Vignetten-Frust auf uns abzuladen."

Unwahre Behauptungen

Swarco Futurit-Geschäftsführer Hofstadler nannte namentlich den Nationalratsabgeordneten der Grünen, Rudi Anschober, der mit seinen Aussagen Swarco u.a. in die Nähe der Bestechung gerückt und die Ausschreibung als "zugeschnitten" bezeichnet habe. "Nichts daran ist wahr", erklärte Hofstadler, der in diesem Zusammenahang die Untersuchunge der Auftragsvergabe durch den Rechnungshof sehr begrüßte.

Swarco Futurit, so Hofstadler, sei auch in keiner Weise für die Fehleinschätzungen bei den Bedarfsmengen und bei der Distribution der Vignetten verantwortlich. Entgegen anderslautenden Behauptungen hätten die Vignetten in der vom Auftraggeber bestellten Qualität nicht in Österreich gedruckt werden können. Wobei der Vignettendruck ein hochgradig automatisierter Prozeß sei und kaum Arbeitskräfte erfordere. Die österreichischen Vignetten seien auch fälschungssicher; im Unterschied z.B. zur Schweiz, wo durch Vignetten-Fälschungen beachtliche Verluste bei den Mauteinnahmen zu registrieren wären.

Tatsächliche Probleme

Hofstadler nannte offen auch jene Probleme, die Swarco Futurit bei der Vignette zu vertreten habe. Und zwar anfängliche Lieferverzögerungen infolge der äußerst kurzen Produktionszeit, anfängliche Fehler bei der händischen Zählung der 10er-Packungen und Schwierigkeiten bei der Barcodelesung. "Dafür haben wir auch entsprechend hohe Zahlungen an den Auftraggeber zu leisten", sagte Hofstadler. Zugleich verwies Hofstadler jedoch darauf, daß der georderte Vignetten-Erstbedarf mit 3-wöchiger Verspätung bis 21. November 1996 geliefert worden sei und dies keine Auswirkungen auf den Vertrieb ab 1. Dezember 1996 gehabt habe. Im Januar 1997 sei sogar die doppelte Vignetten-Menge gegenüber der vertraglichen Verpflichtung produziert worden. Die Zählung der Vignetten erfolge seit Januar automatisch und problemlos.

Keine Kündigung

Auch jüngste Behauptungen, wonach Swarco Futurit der Auftrag gekündigt worden sei und die Vignetten nun in Österreich hergestellt würden, seien falsch, erklärte Hofstadler. Es handle sich dabei lediglich um einen Zusatzauftrag für einfachere Wochenvignetten, der an eine andere Firma in Österreich ergangen sein.

Angebot für 1998

Swarco Futurit hat sich im April 1997 mit einer neuen ARGE (mit den Firmen Gerecke + Lauer sowie Ing. W. Bayer & Co GmbH) an den Ausschreibungen der Vignettenproduktion für 1998 beteiligt. Die Angebotseröffnungen erfolgten am 22. April (Jahresvignetten) und 23. April (Zeit- und Motorradvignetten). Während 26 bzw. 24 Firmen die Angebotsunterlagen angefordert hatten, gaben letztlich nur 4 bzw. 5 Firmen ihre Angebote ab. Hofstadler: "Ich kann nach der öffentlichen Angebotsverlesung nur sagen, daß unsere Angebote gut liegen. Der neuen Ausschreibung merkt man auch an, daß die verantwortlichen Stellen sehr viele Erfahrungen aus dem erstmaligen und mit keinem anderen Land vergleichbaren Vignetten-Projket des Vorjahres gezogen haben."

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