Österreich nach wie vor Skiland Nummer 1

Ski- und Snowboard-Produktion 1996: 2,6 Mrd. Schilling Weltmarktanteil österreichischer Alpinskier bei 42 Prozent

Wien (PWK) - "Ein Blick auf die Export- und Marktanteilszahlen der für Österreich so wichtigen Skiindustrie zeigt, daß sie nach wie vor die führende Rolle auf den Weltmärkten spielt", erklärt Christof Schindler, Sprecher der österreichischen Skiindustrie, zum Saisonausklang 1996/97. Keine Frage, daß die Skiindustrie mit gesättigten Märkten, schneearmen Wintern und einem harten Verdrängungswettbewerb zu kämpfen habe, aber das betreffe nicht nur Österreich, sondern die Skiindustrie in aller Welt. Im Vorjahr wurden zwar weniger Alpinskier erzeugt, dafür nahmen aber die Verkaufszahlen in Österreich und auch Deutschland wieder zu. ****

Insgesamt stellte die heimische Skiindustrie 1996 2,9 Mio. Paar Skier her, deren Produktionswert rund 2,6 Mrd. Schilling beträgt. Stellt man das geschätzte weltweite Marktvolumen bei Skiern den Exportzahlen der österreichischen Erzeuger gegenüber, so läßt sich bei Alpinskiern ein gegenwärtiger Weltmarktanteil von 42 Prozent, bei Langlaufskiern sogar von 47,3 Prozent hochrechnen. "Das bedeutet, daß fast jedes zweite Paar Ski das Markenzeichen 'Made in Austria' trägt, und jeder zweite Skiläufer weltweit auf österreichische Qualität vertraut", schlußfolgert Schindler. Das Weltmarktvolumen bei Skiern lasse zwar keine Steigerungen erwarten, es dürfe aber mit einer Konsolidierung der Branche gerechnet werden.

Ein deutlicher Aufwärtstrend ist weiterhin bei dem Verkauf von Snowboards zu bemerken. Von April bis Dezember 1996 konnten in Österreich 51.000 Snowboards an den Mann/die Frau gebracht werden, 1995 lag diese Zahl bei 44.000. In etwa gleichem Verhältnis stiegen auch die Verkaufszahlen in den Nachbarmärkten Deutschland und Schweiz. Dementsprechend satte Produktionszuwächse konnten daher auch 1996 wieder Österreichs Snowboard-Hersteller verzeichnen.

Auch beim neuen Carving-Boom stehen Österreichs Skierzeuger klar an der Spitze der Entwicklung und haben eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um Marktanteile. "Wer neue Trends setzt und führende Technologien anbieten kann, wird im Kampf um die Gunst des Käufers zweifellos eine günstige Ausgangsposition vorfinden", sieht Christof Schindler der Zukunft der österreichischen Skiindustrie optimistisch entgegen.

Eine wichtige Position nimmt die heimische Skiindustrie weiterhin für eine Reihe verwandter Branchen ein und hält ein ganzes Branchennetzwerk in Schwung. Sie steht nicht nur in direktem Zusammenhang mit der Skischuh-, Stöcke-, Bekleidungs- und Bindungsherstellung, belebende Wirkung übt sie auf ihre Zulieferbereiche wie die Holz-, Metall- und Kunststoffindustrie sowie die Maschinenerzeuger genauso aus wie auf den heimischen Wintertourismus.

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Dr. Alexander Schmied

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