Seit EU-Beitritt keine Verbilligung bei LKW-Steuern -----

Wegekostendeckungsgrad mit Einrechnung externer Kosten bei LKW und PKW gleich hoch

Wien (PWK) - "Entgegen zahlreicher Behauptungen ist bei den kraftfahrspezifischen Steuern und Abgaben für LKW seit dem EU-Beitritt Österreichs keine Verbilligung für LKW eingetreten," betont Roderich Regler, Leiter der Abteilung für Verkehrspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich. "Einer Reduktion bei der Straßenbenützungsabgabe, die den früheren Straßenverkehrsbeitrag ersetzt hat, stehen erhebliche Mehrbelastungen bei der Kraftfahrzeugsteuer und bei der Erhöhung der Mineralölsteuer auf Dieseltreibstoff gegenüber." ****

So hat die Wirtschaftskammer Österreich für einen Nahverkehrs-Solo-LKW mit 18 Tonnen Gesamtgewicht eine jährliche Mehrbelastung bei Mineralölsteuer, Kraftfahrzeugsteuer und Straßenbenützungsabgabe von öS 1.260,-- im Jahr 1997 (gegenüber 1994) errechnet. Für einen Fernverkehrskraftwagenzug mit 38 Tonnen ergibt sich für denselben Zeitraum eine Mehrbelastung von öS 3.260,--. "Dabei darf auch nicht vergessen werden, daß insbesondere die starke Erhöhung der Kraftfahrzeugsteuer ausschließlich die österreichischen Transporteure trifft," erklärt Roderich Regler weiters.

Die Wirtschaftskammer Österreich erinnert auch an die offizielle "Verkehrswegerechnung Straße" des Wirtschaftsministeriums aus dem Jahr 1993, die einen Kostendeckungsgrad für die Vollkostenrechnung bei 3 % Zinskosten inklusive der Unfallkosten sowie der Umweltkosten für den LKW mit 44 %, für den PKW aber nur mit 43 % ausweist. "Dies belegt eindeutig, daß es keine Quersubventionierung vom Personenverkehr zum Lastkraftwagen gibt," unterstreicht Roderich Regler. Der hohe Sicherheitsstandard der in Österreich eingesetzten LKW sowie das Verantwortungsbewußtsein der Berufskraftfahrer führen bei den Lastfahrzeugen zu verhältnismäßig geringen Unfallkosten, sodaß letztlich der LKW einen besseren Kostendeckungsgrad aufweist als der PKW.

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Dipl.Ing. Roderich Regler
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Wirtschaftskammer Österreich

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