Verkehrssicherheitspaket KfV: Hoffen auf Zustimmung im Ministerrat - Klares NEIN zu "Moped ab 15" !

Wien (OTS) - Als "wertvolle Horizonterweiterung für die österreichische Verkehrssicherheitsarbeit im europäischen Gleichklang" bezeichnet das Kuratoriumfür Verkehrssicherheit die im Sicherheitspaket von BM Caspar Einem enth altenen Maßnahmen 0,5 Promille-Grenze, Punkteführerschein, Führerscheinentzug für Geisterfahrer, strengere Sanktionen für Höheralkoholisierte über 1,2 Promille, die EDV-gestützte Führerscheinprüfungund die Verlängerung der praktischen Fahrprüfung.

Dieses Maßnahmenpaket soll demnächst im Ministerrat besprochen werden. Mit seiner Umsetzung können Sicherheitsreserven in der Größenordnung von 10% Unfallreduktion mobilisiert werden. Das KfV erwartet, daß die von BM Einem vorgelegten Maßnahmen vom Ministerrat mitgetragen werden und so - viribus unitis - die Zielsetzung "Täglich ein Verkehrstoter weniger auf Österreichs Straßen" erreicht werden kann. Sollten Teil e des Maßnahmenpakets vom Koalitionspartner nicht mitgetragen werden, so wäre dies ein bewußter Verzicht auf wertvolle Sicherheitsreserven und somit ein Schritt in die falsche Richtung.

Das KfV zu einer 0,5 Promille-Regelung: Ein eventueller Führerschein-Entzug erst ab 0,8 Promille und niedrige Geldstrafen ab 0,5 Promille würden die generalpräventive Wirkung des neuen gesetzlichen Alkohollimits s tark verringern. KfV-Direktor Bogner:
"Eine derartige Beschneidung des so wichtigen Maßnahmenkomplexes gegen Alkohol am Steuer wäre ein fauler Kompromiß."

Eine Herabsetzung der Altersgrenze für Mopedfahrer auf 15 Jahre lehnt das KfV entschieden ab. Zusätzliche Opfer in der ohnedies schon sehr gefährdeten Risikogruppe der jugendlichen Verkehrsteilnehmer dürfen kein esfalls in Kauf genommen werden. "'Mehr Mobilität - mehr Risiko' ist ein schlechtes Tauschgeschäft, bei dem zahlreiche junge Menschen jedes Jahr wortwörtlich auf der Strecke bleiben," so die Ansicht der KfV-Expert en. Daher also der dringende Appell des KfV an alle politisch Verantwortlichen, das Mopedalter bei 16 Jahren zu belassen: "Die Schonfrist für junge motorisierte Verkehrsteilnehmer hat mit 16 Jahren früh genug ein En de." Eine in Diskussion befindliche Regelung, wonach die Landeshauptleute Ausnahmegenehmigungen ab dem 15. Lebensjahr erteilen können, würde wohl diese Politiker in eine höchst sensible und schwierige Position der persönlichen Verantwortung bringen, meint man im KfV.

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