Air Industrial Park Hahn: Ein multifunktionaler Standort entwickelt sein Profil

Lautzenhausen (OTS) - Eines der großen deutschen Konversionsprojekte kommt stetig, aber systematisch auf Touren: der Air Industrial Park Hahn. Der bislang größte Coup ist die Ansiedlung der Air France.

Geographisch im Städte-Dreieck Frankfurt-Trier-Koblenz gelegen, bietet "der Hahn" tatsächlich vorteilhafte Standort-Faktoren. Dazu zählen die - bezogen auf Europa - zentrale Lage, ein interessanter Flughafen (mit der Perspektive 24-Stunden-Betrieb) sowie eine vielseitige und noch ausbaufähige Infrastruktur.

Bemerkenswert ist auch die für solche Vorhaben keineswegs übliche Eigentums-Konstellation. Im Rahmen einer "Private-Public-Partnership" gingen das Bundesland Rheinland-Pfalz und private Investoren (allen voran der inzwischen zur Hollandsche Beton Groep gehörende Baukonzern Wayss & Freytag) Engagements in Gesellschaften mit unterschiedlichen Beteiligungsverhältnissen ein. So liegt bei der Holding Unternehmen Hahn GmbH & Co. KG der privatwirtschaftliche Anteil bei 74,9 Prozent.

Bei der Flughafen Hahn GmbH & Co. KG sind es gegenwärtig 33,3 Prozent; langfristig soll die Holding allerdings Alleingesellschafter werden.

Im April 1995 erwarb die Holding Unternehmen Hahn die gesamte Liegenschaft. Sie umfaßt mehr als 560 Hektar. Die dort (bis September 1993) stationierten US-Streitkräfte schufen 45.000 Quadratmeter an Bürofläche, 25.000 qm für Lagerhallen, 80.000 qm für Appartments und sonstige Unterkünfte (zeitweise logierten hier rund 15.000 Amerikaner).

Auf der Basis eines von den zuständigen Behörden genehmigten städtebaulichen Rahmenplanes wird heute die künftige Infrastruktur konzeptionell geplant und die Vermarktung vorangetrieben. Rund um den Flughafen entwickelt die Holding Unternehmen Hahn die Geschäftsfelder Gewerbe und Handel, Logistik und Dienstleistungen, Hahn Campus sowie Freizeit.

Als bislang größter Erfolg gilt die vertragliche Zusage der Air France, im Air Industrial Park Hahn sogenannte Luftfracht-Ersatzverkehre zu bündeln und abzuwickeln. Das jährliche Umschlagsvolumen soll sich auf 60.000 Tonnen belaufen, mit einem Flug-Anteil von bis zu zehn Prozent. Damit würde das aktuelle Luftfracht-Ergebnis des Flughafens Hahn (1996: etwa 1.300 Tonnen) nahezu verfünffacht. Die Fertigstellung des modernen Fracht-Zentrums für die Air France (6.500 qm) ist bereits für Mitte 1997 vorgesehen.

Auch Emery Worldwide - die erste spektakuläre Ansiedlung im Frühjahr 1996 - denkt inzwischen über eine Expansion an dem Rhein/Mosel-Standort nach. Das international operierende Unternehmen des US-Transportkonzerns Consolidated Freightways betreibt vor Ort ein zentrales Ersatzteile-Lager für Übersee-Kunden. Wer sich "auf dem Hahn" ansiedelt und Arbeitsplätze schafft, erhält von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz eine Förderung.

Der Flughafen Hahn trägt dem Aufwind im Fracht/ Passage-Aufkommen durch Erweiterungsinvestitionen auf dem Vorfeld und bei den "Taxiways" (Zubringerstraßen zum Flugfeld) Rechnung. Die 3.040 Meter lange Start- und Landebahn ist bereits vollständig saniert. Flugbewegungen können selbst bei schwierigen Witterungsbedingungen erfolgen, weil der Tower über das moderne Instrumenten-Landesystem der Kategorie IIIa verfügt. Die derzeitige Ausstattung ermöglicht einen Frachtumschlag von 25.000 Tonnen pro Jahr. Voraussichtlich noch 1997 soll der Bau eines modernen Cargo-Terminals mit direktem Vorfeld-Zugang realisiert werden.

Die Vision für den Air Industial Park Hahn steht. Bis zum Jahr 2005 will man eine gefestigte Nischen-Position im Fracht- und Passagiergeschäft erreichen sowie als Logistik-Zentrum für die Endmontage und Verteilung von Gütern für nationale und internationale Absatzmärkte eine bedeutende Funktion haben.

Branchenkenner halten diesen Ansatz für realistisch. Denn als Folge der Globalisierung in- und ausländischer Unternehmensaktivität steige der Bedarf an Logistik-Drehscheiben, wo nicht nur verfrachtet sondern gleichzeitig beispielsweise montiert werden könne. Vielen bedeutenden Flughäfen fehlen dazu die Flächen, so daß sie bereits auf nahegelegene Regional-Flughafen ausweichen. Eine solche Satelliten-Funktion will der Air Industrial Park Hahn für den Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt wahrnehmen; 1996 erfolgte die Unterzeichnung eines entsprechenden Kooperationsabkommens.

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