Kröll verlangt Fortsetzung der "Sicherungsaktion"

Bisher 700 Sanierungsfälle erfolgreich betreut - "Sanierungsmanagement wird in Zukunft noch schwieriger"

Wien (PWK) - 700 Sanierungsfälle wurden bisher im Rahmen der "Sicherungsaktion" des Wirtschaftsministeriums unter wesentlicher Beteiligung der Österreichischen Hotel- und Fremdenverkehrstreuhand (ÖHT) als Tourismusbank betreut. Damit konnte die Existenz vieler unverschuldet in Not geratener Tourismusunternehmen gerettet werden, erklärt der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Hansjörg Kröll. In diesem Zusammenhang werde daher mit Spannung das Ergebnis der vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Studie über "Ursachen, Prognosen und Bewältigung von Unternehmenskrisen" erwartet. ****

Finanziell geholfen wurde Unternehmen, die für den Ort oder die jeweilige Region tourismuspolitisch besonders wichtig sind und die ihre Existenzgefährdung nicht aus eigener Kraft hätten abwenden können. Waren es Anfang der 90er Jahre noch 20 bis 30 antragstellende Unternehmen jährlich, so stieg ihre Zahl in den letzten Jahren kontinuierlich auf mehr als 50 an. 1996 wurde mit 90 Betrieben die bisher höchste Zahl erreicht. "Dies zeigt, daß sich die Sicherungsaktion für Unternehmer und Gläubiger als ein außergerichtliches Sanierungsverfahren erfolgreich bewährt hat".

Umso bedauerlicher sei es, daß in einer Zeit des immer härter werdenden Wettbewerbs und rückläufiger Erträge diese Aktion aus Budgetgründen mit Ende 1996 eingestellt wurde, betont Kröll. Es gebe ja bekanntlich zahlreiche Gründe für die schwierige Lage vieler Betriebe. Wenn diese Förderungsaktion nicht mehr zur Verfügung steht, werde das Sanierungsmanagement in Zukunft noch schwieriger werden. Erfreulich sei, daß sich einige Bundesländer entschließen, die Sanierungsaktion auf Landesebene weiterzuführen.

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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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