ÖAR warnt vor betrug mit Behindertenbonus

Wien (OTS)- Nachdem erst im vergangenen Monat in Oberösterreich ein großangelegter Betrug mit angeblichen Kunstwerken angeblicher Behinderter aufgeflogen ist, mehren sich nun die Meldungen über dubiose Firmen bei der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, der Dachorganisation der Behindertenverbände.****

Der "Schmäh" ist immer derselbe: ein Vertreter präsentiert teure Ware, die angeblich von behinderten Menschen angefertigt würde. Das wichtigste Verkaufsargument ist die Rettung der Arbeitsplätze der behinderten Menschen.

Gegen derartige Firmen vorzugehen, ist meist äußerst schwierig. Wie auch im oberösterreichischen Kunstbetrug sind meist tatsächlich ein oder zwei "Alibi-Behinderte" angestellt. Erst im vergangenen Herbst wurde eine Klage gegen eine Innsbrucker Firma aus Mangel an Beweisen abgewiesen, die Vertreter der Firma scheinen nun wieder im gesamten Bundesgebiet unterwegs zu sein.

Die ÖAR warnt davor, sich von geschickten Vertretern moralisch unter Druck setzen zu lassen und tatsächlich Produkte zu kaufen. Wer durch den Kauf von künstlischen Produkten behinderte Menschen unterstützen will, sollte dies ausschließlich direkt in den unzähligen Werkstätten in ganz Österreich tun.

Informationen über seriöse und unterstützenswerte Behinderten-Projekte gibt die ÖAR gerne weiter. Info-Telefon: 01/513 15 33, Montag bis Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr.

Rückfragehiweisn: ÖAR
Birgit Primig-Eisner
Tel. 513 15 33-116

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