Maderthaner: Wer Arbeitsplätze will, muß Arbeitgeber wollen

Ohne grundlegende Reform des Steuer- und Sozialsystems und Lohnnebenkosten katapultiert Österreich sich aus dem Markt

Wien (PWK) - "Wer mehr Arbeitsplätze will, der muß konsequenterweise auch mehr Arbeitgeber wollen. Arbeitgeber entstehen freilich nicht in Laboratorien, sie lassen sich nicht auf dem Reißbrett planen, sie bauen vielmehr ihre unternehmerische Existenz in der Welt der wirtschaftlichen Wirklichkeit auf. Man muß daher die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das politische und psychologische Klima verbessern, wenn man mehr Arbeitgeber und damit mehr Arbeitsplätze haben will", erklärte Wirtschaftskammer-Präsident Leopold Maderthaner anläßlich des "Tages der Arbeit". ****

Der Blick über Österreichs Grenzen zeigt, daß dort, wo Länder ihre Wirtschaftspolitik entbürokratisiert, Steuerpolitik reformiert und ihre Sozialpolitik treffsicherer gemacht haben neue Arbeitsplätze entstehen. Dort, in den USA, den Niederlanden und Großbritannien herrscht eine mittlerweile von allen großen Parteien geförderte Aufbruchstimmung nach der Devise: besser flexibler arbeiten, als arbeitslos sein; mobiler sein und kundenorientiert arbeiten; sich weiterqualifizieren, weil eine verbesserte Ausbildung und die ständige Weiterbildung die Chancen aller Arbeitnehmer auf gute und zukunftssichere Arbeitsplätze erhöht.

Ohne Entbürokratisierung und eine Senkung der Lohnnebenkosten würde sich Österreich aus dem Weltmarkt katapultieren. Der "Tag der Arbeit" ist ein aktueller Anlaß, daran zu denken und sich mit den Ursachen der wirtschaftlichen Erfolge anderer Länder gerade am Arbeitsmarkt zu befassen. Das Wohlbefinden der Gesellschaft hängt von der Gesundheit der Betriebe ab, betonte Wirtschaftskammer-Präsident Leopold Maderthaner.
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