Baunebengewerbe weisen Vorwürfe der Gewerkschaft zurück

Stolzenburg: "Von einer Einschränkung der Kaufkraft durch die Lohnpolitik der Arbeitgeber kann keine Rede sein"-

Wien (PWK) - Die Bundesinnungen der Gruppe der Baunebengewerbe weisen die Vorwürfe der Gewerkschaft Bau-Holz im Zuge der jüngsten KV-Verhandlungen vehement zurück. "Man kann beim besten Willen nicht von kurzsichtigen Verhandlungspraktiken sprechen, wenn für die meisten Bundesinnungen ein Kollektivvertrag unterschriftsreif ist", erklärte Bernd Stolzenburg, Geschäftsführer der Bundesinnungen der Bauneben- und Bauhilfsgewerbe, in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Die schlechte wirtschaftliche Situation der Betriebe sei mittlerweile hinlänglich dokumentiert, wie ein Blick in die Insolvenzstatistik eindrucksvoll im negativen Sinne zeigt. Die Unternehmer können keine finanziellen Belastungen mehr verkraften.

Überzogene Arbeitnehmerschutzvorschriften, das Sparpaket, die überbordende Bürokratie sowie fehlende Investitionen der öffentlichen Hand haben zu einer weiteren Verringerung der Eigenkapitaldecke der Betriebe geführt. Laut einer Untersuchung des Instituts für Gewerbe und Handwerksforschung (IfG) rutschte die ohnehin schon dünne Eigenkapitaldecke im vergangenen Jahr weit unter die Neun-Prozent-Marke und beträgt bei vielen Firmen bereits alarmierende zwei bis drei Prozent. Die Umsätze stiegen 1996 zwar nominell um 2,6 Prozent, die Personalkosten erhöhten sich jedoch um 4 Prozent. Die Produktivität ist um 1,2 Prozent gesunken und nähert sich bereits dem Niveau des Krisenjahres 1993. Besonders stark betroffen sind die Betriebe auch von der aktuellen Krise am Bau. 1997 wird der Wohnbau nochmals um 3,8 Prozent zurückgehen, der öffentliche Hochbau sogar um 6 Prozent.

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Mag. Bernd Stolzenburg
Tel: 50105-3241

Bundesinnung der Bauneben- und -hilfsgewerbe

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