KfV: JA ZU SICHERHEITSPAKET

Appell an alle Politiker: Nicht auf Sicherheitsreserven verzichten!

Wien (OTS) - Mit Nachdruck begrüßt das Kuratorium für Verkehrssicherheit die Initiative von Bundesminister Dr. Caspar Einem, raschest das "Maßnahmenpaket zur Verkehrssicherheit" im Ministerrat einzubringen. Die Einführung des Punkteführerscheins, Führerscheinentzug fü r Geisterfahrer, Senkung der Promillegrenze auf 0,5, strengere Sanktionen für Höheralkoholisierte über 1,2 Promille, die EDV-gestützte Führerscheinprüfung und die Verlängerung der praktischen Fahrprüfung seien Maßnahmen, die als Paket geeignet seien, die in Österreich noch immer relativ schlechten Unfallzahlen um etwa 10 % zu reduzieren.

Das KfV erwartet, daß diese Maßnahmen vom Ministerrat mitgetragen werden und so ein wesentlicher Schritt zu mehr Verkehrssicherheit in Österreich gesetzt wird. Durch dieses Paket, entsprechende Bewußtseinsbildung und eine Optimierung der Verkehrsüberwachu ng könne die Zielsetzung "ein Toter pro Tag weniger" und damit eine Absenkung der Getötetenzahl auf 600 pro Jahr mittelfristig erreicht werden.

Sollten Teile dieses Maßnahmenkonzepts vom Koalitionspartner nicht mitgetragen werden und es zu einer Aufschnürung des Pakets kommen, wäre dies ein Verzicht auf vorhandene Sicherheisreserven und ein deutlicher Rückschlag für die Fortsetzung des seit einig en Jahren herrschenden positiven Trends in der Unfallentwicklung, stellt das KfV fest. Vor allem im Interesse der unschuldigen Verkehrsopfer appelliert daher das KfV an die Verantwortlichen aller im Parlament vertretenen Parteien, über die Parteigrenzen h inweg den vorgeschlagenen Maßnahmen, die allesamt in der Meinung in der Bevölkerung über deutliche Mehrheiten verfügen, zum Durchbruch zu verhelfen.

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