Urlaubsaliquotierung bringt Einsparungen bei Sozialversicherung

Übertriebene Kosten behindern Saisonverlängerung - Nach nur sechsmonatiger Beschäftigung Anspruch auf Jahresurlaub

Wien (PWK) - Seit Jahren verlangt der Tourismus eine Aliquotierung des Urlaubsanspruches auch bei Mitarbeitern, die länger als ein halbes Jahr beschäftigt sind. Dies wäre nicht nur sozial gerecht und betriebswirtschaftlich geboten, sondern auch eine wichtige Voraussetzung für eine Verlängerung der Saisonbeschäftigung. Dadurch könnten Millionenbeträge in der Arbeitslosenversicherung eingespart werden. ****

Nach Erhebungen der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft wären im Fall einer generellen Aliquotierung bis zu 3.000 Betriebe mit ca. 25.000 Beschäftigten zur Saisonverlängerung um drei Wochen bereit, und zwar jeweils am Ende der Winter- und Sommersaison. Diese Ausweitung könnte das Defizit der Arbeitslosenversicherung um mehrere hundert Millionen Schilling entlasten.

"Der Tourismus arbeitet seit längerem intensiv an Angeboten und Maßnahmen zur Saisonverlängerung. Ohne Urlaubsaliquotierung sind jedoch vielen Betrieben die Hände gebunden. Den Schaden hat die Wirtschaft und über den Umweg niederigerer Sozialversicherungsbeiträge leider auch der Steuerzahler", reagiert Bundessektionsobmann Komm.Rat Hansjörg Kröll auf jüngste Aussagen, wonach der Tourismus durch eine hohe Saisonarbeitslosigkeit die Sozialversicherung über Gebühr belaste.

"Wir verlangen eine sofortige Änderung der sachlich nicht gerechtfertigten Urlaubsregelung", betont Kröll. Wenn die Gewerkschaft Lohnforderungen stellt, müsse sie im Gegenzug wohl bereit sein, einer Verbesserung der Rahmenbedingungen zuzustimmen. Es gehe nicht an, daß vernünftige Anpassungen dieser Bedingungen weiterin blockiert bzw. mit unerfüllbaren Forderungen junktimiert werden.

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