OeNB - "Consumer Confidence Barometer" März 1997

Wien (OTS) - Die jüngsten Ergebnisse des von der
Oesterreichischen Nationalbank in Auftrag gegebenen "Consumer Confidence Barometer" des FESSEL + GfK Instituts zeigte im März 1997 in den meisten Vorhersageindikatoren eine optimistischere Einschätzung der Konsumentenstimmung:

Die Gründe für die nunmehr bessere Beurteilung der wirtschaftlichen Situation in Österreich durch die 1.504
befragten Haushalte sind von der Erwartung geprägt, daß nach
dem Sparparket zur Konsolidierung des Budgets im Jahr 1996 mit keinen weiteren Einschränkungen des Realeinkommens zu rechnen
ist. Zudem gibt der gegenwärtige Konjunkturverlauf Anlaß zur Hoffnung.

Markantestes Ergebnis der Umfrage war die deutlich bessere Beurteilung des österreichischen Arbeitsmarktes: Glaubten im Dezember 1996 noch 81 % der Befragten an eine Zunahme der Arbeitslosigkeit in Österreich, so erwarten im März 1997 nur
mehr 63 % eine Ausweitung. Das stimmt mit den Erwartungen eines günstigen Konjunkturverlaufs für die nächsten 12 Monate
überein. Der Testsaldo aus negativen und positiven Antworten
hat sich von - 28 im Dezember 1996 auf - 22 im März 1997 verbessert.

Freilich hat sich die Konsumneigung der Österreicher in der Märzbefragung weiter leicht eingetrübt: Nur mehr 42 %
(Dezember 1996: 45 %) des interviewten Personenkreises planen
im Jahr 1997 gleichviel auszugeben wie im Jahr 1996. 41 %
(Dezember 1996: 37 %) gaben eine schwächere Konsumabsicht an.

Beim Sparen übersteigt der Sparwille der befragten Personen
die Möglichkeit zu Sparen: Demnach halten es 45 % der
Österreicher (nach 41 % im Dezember 1996) auf alle Fälle für ratsam zu sparen, aber nur 39 % (Dezember 1996: 41 %) sehen
die Möglichkeit, in den kommenden 12 Monaten auf alle Fälle
sparen zu können. Das bedeutet, daß der private Konsum
zunehmend auf Kosten des Sparens finanziert werden muß.

Die Inflationsrate in Österreich liegt 1997 nach den bisher vorliegenden Ergebnissen niedriger als gegen Ende des
Vorjahres. Auch für das gesamte Jahr ist von einer
Inflationsrate unter 2 % auszugehen. Dennoch hat die Zahl
jener, die mit einem Preisanstieg rechnen, von 47 % im
Dezember 1996 auf 55 % im März 1997 deutlich zugenommen.
Allerdings dürfte dies als Nachwirkung der Preissteigerungen im Jahr 1996 zu interpretieren sein.

Weiter hat sich die Einschätzung der finanziellen Lage der Haushalte verbessert. Für die kommenden 12 Monaten rechnet mehr
als die Hälfte mit einer in etwa gleichbleibenden finanziellen Ausstattung.

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