AK-Präsident Tumpel: Berufsreifeprüfung für Lehrlinge rasch beschließen

"Mauer am Ende der Bildungssackgasse niederreißen"

Wien (AK) - "Es gibt keinen Grund, die Einführung der Berufsreifeprüfung für Lehrlinge und Fachschüler weiter hinauszuzögern. Sie muß jetzt, nachdem die Vorverhandlungen positiv abgeschlossen sind, raschest erfolgen". Das fordert AK-Präsident Herbert Tumpel. Die Einigung der Sozialpartner sei schon vor Monaten erreicht worden, darüber hinaus stehe ein in Verhandlungen mit dem Unterrichts- und dem
Wissenschaftsministerium entwickeltes Konzept zur Umsetzung
dieser langjährigen AK-Forderung kurz vor der Finalisierung. ****

Durch die Berufsreifeprüfung wird Lehrlingen und Fachschülern
der allgemeine Hochschulzugang ermöglicht. Damit werde, so
Tumpel, "die Mauer am Ende der Bildungssackgasse
niedergerissen". Die Politik müsse nun rasch handeln und zeigen, daß sie dem Wunsch der Lehrlinge nach Wegen zur Höherqualifizierung nachkomme und realistische Perspektiven für qualitätvolle Ausbildung anbieten.

Tumpel betont: "Die sozialen und wirtschaftlichen
Herausforderungen verlangen, daß jede Erstausbildung die Chance
auf eine weiterführende Bildung bis hin zum Hochschulstudium eröffnet, Lehrlinge, Fachschüler und Krankenpflegeschüler dürfen von dieser Chance nicht länger ausgeschlossen sein. Die Berufsreifeprüfung wird dazu einen entscheidenden Beitrag
leisten".

Sonderinteressen und parteipolitische Überlegungen müßten zurückstehen, wenn es um die Zukunft unserer Jugend und ihr
Recht auf Ausbildung gehe, meint Tumpel. Er hofft, daß in diesem Sinn alle Parteien den Beschluß im Parlament mittragen werden
und daß die Beschlußfassung "das vorliegende positive Verhandlungsergebnis nicht verwässert." Nur dann würde die Berufsreifeprüfung für die Lehrlinge und Fachschüler einen wirklichen Fortschritt bringen.

Dazu gehöre vor allem auch, so Tumpel, daß nicht nur der "facheinschlägige", sondern ein allgemeine Hochschulzugang ermöglicht werde, daß die Chance zur kostenlosen Vorbereitung bereits während der Erstausbildung (besonders während der Berufsschule) und die Anerkennung der Qualifikation auch im öffentlichen Dienst enthalten seien.

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