EA/Generali Leben: Erfolgreich auf hart umkämpftem Markt

Erste Allgemeine und Generali Leben lagen 1996 mit ihrem Prämienwachstum deutlich über der Entwicklung des österreichischen Versicherungsmarktes

Wien (OTS) - Mit einem beträchtlich über dem Marktwachstum liegenden Prämienplus konnten sich die Erste Allgemeine und die Generali Leben im Jahr 1996 im harten Wettbewerb auf dem österreichischen Versicherungsmarkt gut behaupten. Ihr Prämienaufkommen wuchs um 16,3 % auf 16,9 Mrd. ATS.****

Das Wachstum des Marktes lag bei 11,6 %, wobei die hohen Zuwachsraten auf den Boom bei Einmalprämienpolizzen in der Lebensversicherung zurückzuführen sind und viele Versicherer in den Nicht-Lebensparten Einbußen hinnehmen mußten. Die Erste Allgemeine und die Generali Leben konnten sich diesem Markt-Trend 1996 entziehen.

Die beiden Gesellschaften zählen zum EA-Generali-Konzern, Österreichs bedeutendster Versicherungsgruppe.

Erste Allgemeine: Erstmals mehr als 10 Mrd. ATS Prämien

Die Erste Allgemeine konnte 1996 nochmals ein Prämienwachstum erzielen. Bei einem Plus von 1,2 % überstieg das Prämienaufkommen erstmals die 10.-Mrd.-ATS-Schwelle.

In der Schaden/Unfallversicherung blieb die Erste Allgemeine mit einem Marktanteil von 12,3 % weiterhin Marktführer. In diesen Sparten betrug das Prämienwachstum 1,3 % auf 8,5 Mrd. ATS. Daß die Zuwachsraten nicht höher ausgefallen sind, ist auf den verstärkten Verdrängungswettbewerb, die nur moderaten Tariferhöhungen und den bescheidenen Zuwachs bei Kfz-Neuzulassungen sowie die
Auswirkungen des Sparpaketes auf die Privathaushalte zurückzuführen. In der Krankenversicherung konnte die EA ihren Marktanteil leicht auf 9,7% erhöhen. Das Prämienaufkommen stagnierte bei 1,5 Mrd. ATS, was angesichts des um 1,8% geschrumpften Marktes als Erfolg zu werten ist.

Ihr noch kleines Portefeuille in der fondsgebundenen Lebensversicherung weitete die Erste Allgemeine von 14 auf 24 Mio. ATS aus.

Die Leistungen für die Versicherungsnehmer bzw. an Geschädigte erhöhten sich 1996 um 6,3 % bzw. 417 Mio. ATS auf 7,0 Mrd. ATS. Die Gesamtschadenquote stieg auf 69,4 %, was in erster Linie auf den lange andauernden Winter zurückzuführen ist.

Bei den Kapitalanlagen wurde ein Zuwachs von 2,6 % auf 12,8 Mrd. ATS verzeichnet.

Nach dem starken Wachstum des finanziellen Ergebnisses im Jahr 1995 wird für 1996 ein leichter Rückgang um 0,4 % auf 609,3 Mio. ATS ausgewiesen. Dieser Rückgang ist auf notwendige Adaptierungs- bzw. Verbesserungsaufwendungen im Immobilienbereich zurückzuführen.
Der Schwankungsrückstellung wurden 178,5 Mio. ATS zugeführt, was u.a. aus der erstmaligen Dotation der Schwankungsrückstellung in der Kfz-Haftpflichtversicherung resultiert. Ebenfalls auf den technischen Verlauf ist der Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 176,4 auf 103,9 Mio. ATS zurückzuführen. Wie im Vorjahr steht ein verteilbarer Jahresgewinn von 75,1 Mio. ATS zur Verfügung, was einer Dividende von 25 % entsprechen würde.

Generali Leben: Marktführer in der Lebensversicherung

Die Entwicklung der Generali Leben war 1996 durch den von Steuer-änderungen ausgelösten Boom bei Einmalprämienverträgen geprägt. Vor diesem Hintergrund sowie auch wegen des weiterhin anhaltend niedrigen Zinsniveaus auf dem Kapitalmarkt stieg das Prämienaufkommen der Generali Leben um 48,8 % auf 6,9 Mrd. ATS -das Wachstum des Marktes lag in der Lebensversicherung bei 29,9 %. Die Generali Leben wurde damit zum größten Lebensversicherer in Österreich.

Auf die Verträge mit laufender Prämienzahlung entfielen bei der Generali Leben 3,9 Mrd. ATS (plus 0,2%), die Einmalprämienverträge vervierfachten sich auf 2,9 Mrd. ATS.

Das versicherte Kapital belief sich auf 142,0 Mrd. ATS (+3,7 %). Die Leistungen an Versicherungsnehmer bzw. deren Begünstigte blieben mit 4,5 Mrd. ATS auf sehr hohem Niveau, wenngleich gegenüber 1995 ein leichter Rückgang um 2,1 % eingetreten ist. Erlebens- und Renten-zahlungen machten mit 55 % das Gros der Versicherungsleistungen
aus.

Das technische Nettoergebnis, das sich auf 150,5 Mio. ATS fast verdreifachte, wurde vom Boom des Einmalprämiengeschäfts positiv beeinflußt.

Auch das Wachstum der Kapitalanlagen um 9,2 % auf 43,4 Mrd. ATS resultiert aus diesem Boom. Das finanzielle Nettoergebnis wurde um 1,5 % auf 2,8 Mrd. ATS gesteigert. Für die Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer wurden 1996 rund 1,6 Mrd. ATS rückgestellt (1995: 1,5 Mrd. ATS). Für die Generali Leben wird ein Bilanzgewinn von 63,6 Mio. ATS ausgewiesen und unverändert eine 20 %ige Dividende vorgeschlagen.

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