"Eine einmalige und erfolgreiche Aktion der aktiven Hilfe vor Ort"

Univ.-Prof. Dr. Helmut Gadner, Leiter des St. Anna Kinderspitals, lobt das Hilfswerk Austria-Projekt Kinderkrebsklinik Minsk

Wien (OTS) - Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl vor genau 11 Jahren wurde bald deutlich, daß die Behandlung von einigen wenigen weißrussischen krebskranken Kindern in Österreich oder anderen westlichen Ländern, nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein würde. Wirklich helfen kann nur eine effiziente Behandlung nach modernsten Grundsätzen vor Ort. Diese Einsicht führte dazu, daß Hilfswerk Austria mit Unterstützung der österreichischen Regierung und unter Einbindung der weißrussischen Regierung mit dem Bau einer Kinderkrebsklinik in Minsk beginnen konnte, die sich heute in der Endphase der Fertigstellung befindet. Das gesamte Projekt hat einen Umfang von ÖS 270 Mio. "Die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert", freut sich die Geschäftsführerin von Hilfswerk Austria, Dr. Heidi Burkhart über die Leistung der Weißrussen, die in einem Umfang von ÖS 150 Mio das 5-stöckige Spitalsgebäude nach Plänen des österreichischen Architektenteams von ATP (Achamer, Tritthart & Parnter) finanziert und errichtet hat. Die österreichische Regierung unterstützt das Projekt mit ÖS 50 Mio, österreichische Firmen steuerten Sachleistungen in Höhe von ÖS 45 Mio bei. Die Leistungen des Projektleiteres Hilfswerk Austria machen ÖS 18 Mio Schilling aus. Entgegen den ursprünglichen Plänen wurde während der Bauphase entschieden, zwei zusätzliche Operationssäle zu errichten, da aufgrund finanzieller Engpässe der Bau einer weiteren Klinik in der weißrussischen Hauptstadt gestoppt werden mußte. Die Kinderkrebsklinik Minsk bietet Platz für 114 kleine Patienten und ihre Mütter.

Schon jezt unterstützt Hilfswerk Austria die Bemühungen der Ärzte in Minsk, die Folgen von Tschernobyl zu lindern, indem es immer wieder Medikamente an die Kinderspitäler von Minsk liefert. Erst kürzlich konnte ein solcher Transport mit österreichischen Antibiotika im Wert von fast 2 Mio Schilling nach Weißrussland durchgeführt werden. "Unsere Medikamente haben eine sehr lange Haltbarkeit, deshalb sind gut geplante Hilfslieferungen auch trotz der neuen Bestimmungen, wonach Medikamente erst nach einer gewissen Lagerfrist freigegeben werden, für uns kein Problem", meint Dr. Burkhart.

Für die Fertigstellung der Kinderkrebsklinik bittet Hilfswerk Austria um Spenden:

"Kinderkrebsklinik Minsk" - PSK 92.090.200
Hilfswerk Austria

(Siehe auch APA/OTS-BILD)

Rückfragenhinweis: Hilfswerk Austria
Meg Trautmannsdorf (Öffentlichkeitsarbeit) Tel.: 40 442 18

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