Papierindustrie: 1996 1,43 Mrd. für den Umweltschutz

Abwassermenge auf 20,9 Kubikmeter pro Tonne reduziert Über 1 Million Tonnen Altpapier in die Produktion rückgeführt

Wien (PWK) - Die österreichische Papierindustrie gilt im internationalen Vergleich als besonders umweltbedacht. "Durch umfangreiche Umweltschutzmaßnahmen haben wir viel geleistet, um die Belastung von Luft und Wasser auf ein Minimum zu reduzieren, wertvolle, nicht wiederbringbare Ressourcen zu schonen und Papier nach dem Gebrauch sinnvoll wiederzuverwerten", betonte der Präsident der Vereinigung österreichischer Papierindustrieller, Robert Launsky-Tieffenthal heute bei der Präsentation des Umweltberichtes 1996 der Papierindustrie. Der Umweltschutzaufwand betrug im vergangenen Jahr 1,43 Mrd. Schilling, in den letzten fünf Jahren waren es insgesamt bereits über 10 Mrd. Schilling. ****

Was wurde erreicht: Die Abwassermenge für die Zellstoffproduktion konnte in den letzten Jahren von 90 Kubikmeter pro Tonne auf 38 Kubimeter (1996) gesenkt werden. Für die Papier-, Karton- und Pappeproduktion beträgt diese nur mehr 15,6 Kubikmeter pro Tonne, woraus ein Mittelwert von 20,9 Kubikmeter pro Tonne für das Jahr 1996 resultiert. Nach Fertigstellung der jetzt in Angriff genommenen biologischen Kläranlage in Hallein, werden sämtliche Standorte der Zellstoffindustrie nur noch biologisch gereinigtes Abwasser an die Vorfluter abgeben.

Die Belastung der Luft mit Staub und Schwefeldioxyd sei auf ein kaum mehr reduzierbares Minimum von zwei bis drei Prozent der im Produktionsprozeß anfallenden Menge reduziert worden. Der spezifische Stromverbrauch sei innerhalb der letzten zehn Jahren um rund zehn Prozent zurückgegangen. "Dies ist umso beachtlicher, als auch für den Betrieb der Umweltanlagen elektrische Energie benötigt wird", erklärte der Präsident.

Auch 1996 übernahm die Papierindustrie das im Inland verfügbare Altpapier zur Gänze zur stofflichen Verwertung, womit ein weiterer wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet wurde. Die österreichische Bevölkerung hat traditionell ein hohes Sammelbewußtsein, was durch die weltweit höchste Altpapier-Rücklaufquote von 73 Prozent deutlich zum Ausdruck kommt. "Insgesamt wurden 1996 mehr als 1 Million Tonnen Altpapier gesammelt, davon entfielen rund 400.000 Tonnen auf die Haushalte", erläuterte Michael Gröller, Generaldirektor der Mayr-Melnhof Karton AG. Mit der Rückführung dieses Sekundärrohstoffes in den Produktionsprozeß werde vermieden, daß Altpapier in Deponien endgelagert oder verbrannt werden müsse.

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