Wirtschaft bedauert Asiatika-Skandal im Dorotheum

Kunstmarkt wurde schwerer Schaden zugefügt

Wien (PWK) - Die Bundesberufsgruppe Kunst- und Antiquitätenhandel hat sich in ihrer heutigen Sitzung mit dem Asiatika-Skandal im Dorotheum und seinen Auswirkungen auf den österreichischen Kunstmarkt befaßt. Das Bundesgremium bedauert, daß durch diesen Dorotheum-Skandal dem österreichischen Kunstmarkt schwerer Schaden zugefügt worden ist. Es wird festgestellt, daß im Geschäftsbetrieb des privaten Kunst- und Antiquitätenhandels Geschäftsbedingungen, die die Haftung für gemachte Angaben einschränken, unüblich sind. Um das Vertrauen der Konsumenten wieder zu erlangen, werden daher das Dorotheum sowie die anderen österreichischen Auktionshäuser aufgefordert, aus den Geschäftsbedingungen Passagen zu streichen, die die Gewährleistung für die Richtigkeit ihrer Angaben einschränken oder gar ausschließen. ****

Der vom Dorotheum verwendete Titel "Schätzmeister" wurde vor geraumer Zeit von einem tüchtigen Manager des Dorotheums für seine Mitarbeiter erfunden. Wie der jüngste Vorfall beweist, ist dies eine Bezeichung, die zu verleihen natürlich jedem Unternehmer freisteht, die jedoch nicht mit besonderer Unabhängigkeit oder gar der Eigenschaft eines gerichtlich beeideten Sachverständigen verwechselt werden sollte. Die Schätzmeister des Dorotheums sind Angestellte oder (freie) Mitarbeiter einer Firma und handeln völlig legitim im Interesse ihres Arbeitgebers, sowie Mitarbeiter anderer Firmen auch.

Im Gegensatz zur Bezeichnung Schätzmeister ist die Bestellung zum "allgemein gerichtlich beeideten Sachverständigen" genau geregelt und setzt eine fachliche Prüfung voraus.
(Schluß) EBK

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