Hohe Sicherheit bei Chemie-Transporten

TUIS-System funktionierte bei Tankwagenunfall vorbildlich

Wien (PWK) - "Bei dem Tankwagenunfall in der vergangenen Nacht
wurde Iso-Butyraldehyd entsprechend den Gefahrgutvorschriften transportiert", vermeldet der Fachverband der Chemischen Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich. Die Chemikalie sei gemäß den Transportvorschriften für Gefahrgut auf der Straße der Klasse 3,3b zuzuordnen und weise demnach mittlere Gefährlichkeit auf, was mit jener von Benzin vergleichbar sei. Je gefährlicher ein Gefahrgut sei, desto aufwendiger gestalte sich auch die Verpackung bzw. das Tankwagenfahrzeug in dem das Gut transportiert werde. Der Tank des verunfallten Fahrzeugs war dementsprechend kräftig ausgeführt und blieb folglich dicht. ****

Je nach Beschaffenheit und Gefährlichkeit des Chemietransportes sowie je nach Zielort wird das Gefahrgut im Kesselwagen per Eisenbahn oder mit dem Tankzug auf der Straße befördert. Das Argument, der Transport auf der Schiene sei sicherer, gilt bei den Gefahrguttransporten nicht immer. Durch Kühlungsvorschriften für gewisse Chemikalien (bestimmte Peroxyde) ist der Transport für diese nur mit Spezialfahrzeugen auf der Straße möglich. Außerdem seien auch alle Lenker besonders für die Gefahrguttransporte geschult.

Die Funktionsfähigkeit des internationalen Transport-Unfall-Informationssystems (TUIS) hat sich, wie auch dieser gut entschärfte Unfall gezeigt hat, hervorragend bewährt - sowohl in Deutschland, von wo der Tankwagen gekommen war, als auch in Österreich, wo der Unfall sowie die Lösch- und Sicherungsaktion stattgefunden hat. Den zuständigen Einsatzkräften der Feuerwehr wurde schnell und unbürokratisch Unterstützung geleistet.

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Dr. Erwin Tomschik

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