Übereiltes Road-Pricing volkswirtschaftlich verantwortungslos

Lebensmittelhandel begrüßt Aussagen Farnleitners

Wien (PWK) - "Der Lebensmittelhandel begrüßt die Aussagen von Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner, Road-Pricing nur im europäischen Gleichklang einzuführen", erklärt Alois Wichtl, Vorsteher des Bundesgremiums Lebensmittelhandel. Aufgrund der topographischen Situation in Österreich ist eine ausreichende und rasche Versorgung mit Lebensmittel in den meisten Gebieten nur durch LKW möglich. So werden auch die entferntest gelegenen Nahversorger fünf Mal pro Woche mit Frischware versorgt. Ein Alleingang Österreichs beim Road-Pricing würde somit eine unnötige Verteuerung der Preise für Lebensmittel bedeuten und die Konkurrenzfähigkeit österreichischer Unternehmen schwächen. ****

Enorme Auswirkungen hätte ein vorzeitiges Road-Pricing insbesondere auch für die westlichen Bundesländer, da die Waren größtenteils aus Ost-Österreich angeliefert werden. "Die logische Folge wäre ein Auseinanderbrechen des österreichischen Marktes, da aus Wettbewerbsgründen zunehmend Waren aus dem benachbarten Ausland eingeführt werden müßten," warnt Wichtl.

Die bereits ohnehin bestehenden Wettbewerbsnachteile, z.B. gegenüber Deutschland aufgrund der höheren Mehrwertsteuer-Sätze und der Getränkesteuer, die es dort nicht gibt, würden noch zusätzlich verschärft werden.

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Dr. Hannes Mraz
Tel: 50105 DW 3000BG des Lebensmittelhandels

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