NÖ Abfallwirtschaftsverbände - Handel weist Angriffe zurück

Handel stellte Bereitschaft, für Altglassammlung zu zahlen, nie in Frage - Tariferhöhung keinesfalls akzeptabel

Wien (PWK) - Der Handel reagiert auf die Drohung der Niederösterreichischen Abfallwirtschaftsverbände, die gebrauchten Glasverpackungen nicht mehr zu sammeln und dem Handel die Verantwortung für die Sammlung zuzuschieben. "Die getrennte Glas-Verpackungssammlung hat keineswegs versagt. Es wurden alle Ziele erfüllt. Immerhin haben die Kommunen von der Einführung der getrennten Verpackungssammlung gemäß Verpackungsverordnung von der Wirtschaft rund 125 Mio Schilling pro Jahr für die Glassammlung erhalten - Kosten, die sie vorher selbst tragen mußten", stellt der Geschäftsführer des Bundesgremiums des Lebensmittelhandels, Dr. Hannes Mraz, verwundert klar. Insbesondere der Handel trägt einen wesentlichen Beitrag zu einer kostengünstigen Glassammlung, weil er für die vielen firmeneigenen Sammelplätze nichts verrechnet. ****

"Die Wirtschaft", so Mraz, "ist selbstverständlich gewillt, weiterhin für die Glassammlung zu bezahlen." Es sei völlig unverständlich, daß die Sammlung von Altglas in manchen Regionen fast doppelt so viel kostet wie anderswo. Eine Tarif- und damit eine Kostenerhöhung würde Arbeitsplätze gefährden und ist somit aus Sicht des Handels keinesfalls akzeptabel.

Ziel der laufenden Verhandlungen zwischen der Austria Glas Recycling (AGR) und den Gebietskörperschaften ist es, die überhöhten Standplatz-Kosten auf ein vernünftiges Maß zurückzuführen, weil gerade diese die Hauptursache für die finanziellen Schwierigkeiten der AGR sind. Selbstverständlich werden ordentlich erbrachte Leistungen auch entsprechend und pünktlich honoriert.

Das Vorgehen der niederösterreichischen Abfallwirtschaftsverbände ist auch für Spar-Sprecher Philip Markl völlig unverständlich: "Die Niederösterreicher zählen zu jenen Verbänden, die bislang die höchsten Beiträge zuR kommunalen Glassammlung erhalten haben und überdies durch einen Sondervertrag von der Insolvenz der AGR in keinster Weise betroffen sind. Die AGR schuldet den Niederösterreichern keinen Schilling."

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Dr. Hannes Mraz
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BGR Lebensmittelhandel

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