Das MAK vergibt acht MAK-Schindler Stipendien für Los Angeles

Wien (OTS) - Am 18. April 1997 vergab eine vom BMUkA, dem Bundeskanzleramt Kunstsektion und dem MAK nominierte Internationale Jury im Rahmen des MAK-Schindler Stipendiatenprogramms in Los Angeles (Artists and Architects in Residence) Stipendien an acht freischaffende Künstler und Architekten.

Vier der acht Stipendiaten werden ab Oktober 1997, weitere vier von April bis September 1998, für je sechs Monate im Mackey House, einem der zwei Standorte des MAK Center for Art and Architecture/Los Angeles wohnen und ihre eingereichten Projekte realisieren.

Unter den 81 Bewerbungen prämierte das fünfköpfige Juryteam - Veit Görner (Ausstellungskurator, Kunstmuseum Wolfsburg), Isabelle Graw (Meisterklasse für Gestaltungslehre, Hochschule für angewandte Kunst, Wien), Peter Kogler (Künstler, Gastprofessor für neue Medien, Akademie der bildenden Künste, Wien), Peter Noever (Direktor und künstlerischer Leiter MAK, Wien) und Lebbeus Woods (Architekt, Professor an der Cooper Union, New York) - folgende freischaffende Künstler und Architekten/Studenten:

Isa Rosenberger (Kunst)
Constanze Ruhm
Martin Liebischer
Marco Lulic

Gerry Amman (Architektur)
Rochus Kahr
Zsusza Schiller
Helena Huneke

In der Bewertung der eingereichten Unterlagen hat die Jury folgende Empfehlungen abgegeben:

"Angesichts der hohen Zahl der eingereichten Projektvorschläge, die inhaltlich und formal abgeschlossen waren, hat sich die Jury für jene Arbeiten entschieden, die ein hohes Maß an Offenheit besitzen, um aber gleichzeitig einen spezifischen Ansatz zu verfolgen."

"Die Mehrzahl der Einreichungen in der Kategorie Architektur waren in ihrem Mangel an Originaliät und formaler Ausbildung enttäuschend sowie im Fehlen einer kritischen Auseinandersetzung mit existierenden architektonischen und sozialen Fragen. Daher hat sich die Jury entschieden, Stipendien auch an Künstler zu vergeben, deren Arbeit und Projekte in einem stärkeren Maße diese wesentlichen Kriterien unserer Bewertugn erfüllen."

Das Hauptanliegen des MAK-Schindler Stipendiatenprogramms in Los Angeles ist es, junge freischaffende Künstler und Architekten (Stundenten) zu fördern und langfristig, durch ein aktives Austauschprogramm neue, grenzüberschreitende Projekte und Konfrontationen in den Bereichen Kunst und Architektur zu ermöglichen.

Im Mittelpunkt steht die klare Orientierung zum Experimentellen und - im weitesten Sinn - die Auseinandersetzung mit räumlichen Strukturen und urbanen Konzepten. Das gezielte und praxisorientierte Stipendiatenprogramm ermöglicht und fordert die Mitwirkung bei der Programmgestaltung im Schindler Haus, die Teilnahme an Seminaren und Workshops an lokalen Universitäten sowie ein Praktikum in Künstler-und Architektenateliers. Den Stipendiaten bietet sich damit die Möglichkeit einer breiten Beschäftigung mit aktuellen Fragen in Kunst und Architektur und der Realisierung von konkreten Projekten in Los Angeles.

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