Klestil forderte im November 1989 Sachverhaltsdarstellung zu Kurdenmorden an.

Vorausmeldung zu NEWS Nr. 17/24.4.1997

Wien (OTS) - Sicherheitsdirektor Danzinger ordnete Lockerung der Botschaftsüberwachung an: Iran-Killer konnte dadurch flüchten.

Neue Dokumente zum Kurden-Skandal 1989, die im heute erscheinenden Nachrichtenmagazin NEWS dokumentiert sind, belegen, daß im November 1989 - viereinhalb Monate nach dem Mord an den drei Kurdenführern -eine Weisung des damaligen Generaldirektors für öffentliche Sicherheit, Robert Danzinger, die Flucht des letzten in Österreich verbliebenen Killers, Manzour Bozorgian, erleichterte. Am 29. November 1989 ordnete Danzinger an, die Überwachungsmaßnahmen vor der iranischen Botschaft, wo sich Bozorgian versteckt hielt, zu reduzieren. Die Weisung kam ausgerechnet einen Tag nachdem Staatsanwalt Sepp Dieter Fasching den Haftbefehl gegen Bozorgian von "Unterlassener Hilfeleistung" auf Mord ausdehnte.

Akten des Außenministeriums belegen weiters, daß der damalige Generalsekretär im Außenamt, Thomas Klestil, im November vom Innenministerium eine Sachverhaltsdarstellung zur Kurden-Causa anforderte. Die Außenamtsakten belegen weiters, daß der Iran in insgesamt 12 "Demarchen" Österreich mit "Retorsionsmaßnahmen" drohte.

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