Jawecki Nachfolgeverfahren im Feuer der Kritik

Schwere Kritik am Ausschreibungsverfahren für die Nachbesetzung des Leiters der MA 18 üben die österreichischen Architekten.

Wien (OTS) - Die Wirkung der MA 18 ist für die künftige Entwicklung der Stadt Wien von ganz besonderer Bedeutung. Für die Leitung dieser Abteilung sollten international die besten Kräfte zur Bewerbung eingeladen werden. Deshalb fordern die Architekten eine internationale Ausschreibung.

Die derzeit gültige Fassung läßt, ob beabsichtigt oder nicht, de facto nur magistratsinterne Bewerber zu. Die mehrjährige Tätigkeit im höheren technischen Dienst oder die absolvierte Staatsbaudienstprüfung sind Auswahlkriterien, deren Relevanz für diese Position völlig uneinsichtig ist.

Die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten ersucht deshalb Bürgermeister Michael Häupl die Sachlage zu überprüfen und für eine Verlängerung der Bewerbungsfrist - Fristablauf war der 18.April - zu sorgen.

Folgende Kriterien sollten dabei unbedingt beachtet werden.

1. entsprechend seiner Bedeutung für die Stadt Wien ist der Posten international auszuschreiben.

2. die Bewerber müssen Erfahrungen im interdisziplinären Projektmanagement und Bürgerbeteiligungsverfahren nachweisen können

3. die nach einer Vorauswahl geeignetsten Bewerber sollten in einem öffentlichen Hearing ihre Vorstellungen präsentieren.

Die endgültige Entscheidung wäre dann einer Expertenjury, bestehend aus dem Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung, Vertretern der MA 18 und des Gemeinderatsausschusses für Stadtplanung, zu übertragen. Eine vorläufig auf 5 Jahre beschränkte Dienstverpflichtung wäre als Leistungsanreiz anzusehen.

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Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
für Wien, NÖ und Bgld.
Architekten:
Bernd Stanzel Tel.: 523 51 35
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