Österreichs Produkte überzeugen bei ELFACK/ELKRAFT'97 in Schweden

Rege Nachfrage nach österreichischen Elektro-Erzeugnissen 1996: Heimische Exporte nach Schweden nahmen zu, Importe ab

Wien (PWK) - Fast 30 österreichische Erzeuger aus der Elektro- und Elektronikbranche präsentierten sich vor kurzem auf der größten und wichtigsten nordeuropäischen internationalen Fachmesse ELFACK/ELKRAFT '97 in Göteborg. Das österreichische Sortiment reichte von schweren Starkstromausrüstungen, wie Generatoren, Umformern, Kraftwerksanlagen, Elektroantrieben, Elektroinstallationsmaterial, Sicherungen, Schaltern aller Art, Relais, Mess-, Prüf- und Überwachungsgeräten bis zu hochspezialisierten elektronischen Baukomponenten, Software und Blockheizkraftwerken. ****

"Dank innovativer Lösungen und qualitativer Präzisionsarbeit konnten die österreichischen Aussteller verstärktes Nachfrageinteresse bei Unternehmen, wie ABB, SAAB Marine Electronics, STONE, SYDKRAFT, ERICSSON RADER sowie VATTENFALL, dem größten Energieproduzenten Schwedens, feststellen", berichtet der österreichische Handelsdelegierte in Stockholm, Heinz Wimpissinger. Einem knappen Dutzend österreichischer Unternehmer kam dabei der dynamische Vorteil des österreichischen Gruppenstandes, der gemeinsam vom WIFI und der Außenhandelsstelle in Stockholm organisiert wurde, zugute; die Standlage befand sich zentral in unmittelbarer Nähe dieser schwedischen Großkonzerne. Davon profitierten auch österreichische mittelständische Neuaussteller, da sie zu verschiedenen Ausschreibungen eingeladen wurden, so Wimpissinger.

Die nur für das Fachpublikum zugelassene Spezialmesse lockte verstärkt Besucher aus Norwegen, Finnland, Dänemark und sogar aus Belgien und Großbritannien zu dieser Veranstaltung. So waren auch 494 Aussteller, darunter 59 internationale Aussteller aus 30 Nationen auf einer Nettoausstellungsfläche von 16.100 Quadratmeter anwesend. Insgesamt wurden 1.230 Produktionsbetriebe vertreten.

Die diesjährige internationale Fachmesse stand zweifelsohne im Zeichen der von der schwedischen Regierung kürzlich beschlossenen Schließung zweier Kernreaktoren mit Beginn 1998 sowie der Folgen der im Vorjahr beschlossenen Deregulierung der schwedischen Elektrizitätswirtschaft. Das Interesse der rund 27.000 Fachbesucher konzentrierte sich vorwiegend auf die Suche nach neuen Technologien zur effizienteren Anwendung von Energie im industriellen wie im privaten Sektor. In einem Fachbereich erstmals zusammengefaßt waren Beleuchtungsexperten mit energiesparenden Technologien, berichtet der Handelsdelegierte. Insgesamt herrschte auf der Messe eine positive Grundstimmung für eine erneute Teilnahme im Rahmen einer Gruppenbeteiligung an der ELKRAFT '99, welche vom 8. bis 12. März 1999 veranstaltet wird.

Schweden ist der wichtigste österreichische Export- und Importmarkt in Nordeuropa. Gemäß den hochgerechneten Außenhandelsergebnissen lagen die heimischen Exporte nach Schweden 1996 bei über 8,5 Mrd. Schilling, womit das bisherige Rekordergebnis von 1990 erstmals überschritten worden ist. Ein Rückgang von rund 2 Prozent zeichnete sich bei den Importen aus Schweden ab. Lagen diese 1995 noch bei über 11 Mrd., nahmen sie 1996 auf etwa 10,8 Mrd. Schilling ab. Für das österreichische Außenhandelsdefizit mit Schweden bedeutet dies eine Verminderung auf rund 2,2 Mrd. Schilling.

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