Klarstellung des Dorotheums zu Behauptungen

Wien (OTS) - In den vergangenen Tagen wurden in einigen Medien dem Dorotheum gegenüber Vorwürfe erhoben, die auf Behauptungen und Gerüchten oder auf Mißverständnissen beruhen. Das Dorotheum nimmt daher folgende Klarstellung vor:

1. Das Dorotheum haftet voll.

Es wurde behauptet, das Dorotheum haftet nicht wie die anderen Auktionshäuser. Das ist falsch.

Das Dorotheum haftet wie alle Auktionshäuser für die Richtigkeit seiner Expertisen und Katalogangaben dem Konsumenten gegenüber.

Der zitierte Passus des Haftungsausschusses in den Versteigerungsbedingungen findet sich in ähnlicher Form in den Katalogen anderer Auktionshäuser, z.B. Sotheby's, Wiener Kunstauktionen, und soll vornehmlich nicht gerechtfertigte Reklamationen ausschließen. Sollten von Käufern berechtigte Reklamationen erhoben werden, werden diese Ankäufe selbstverständlich vom Dorotheum rückabgewickelt.

2. Es ist falsch, daß das Dorotheum für Asiatikaauktionen Objekte ankauft.

Es wurde mehrfach behauptet, daß das Dorotheum Aisatika für die Auktion ankaufe. Dies stimmt nicht. Das Dorotheum war bei keinem einzigen Objekt der Auktion Eigentümer, sondern übernahm die Waren von zirka 80 verschiedenen Einbringern zum kommissionsweisen Verkauf.

Schon gar nicht unterhielt oder unterhält das Dorotheum irgendwelche Geschäftsbeziehungen zu den in der ORF-Sendung "Treffpunkt Kultur" gezeigten oder ähnlichen Tourismusläden.

Das Dorotheum kauft für Auktionen nicht an. Wie jedes andere Auktionshaus, versteigert das Dorotheum die Objekte im Namen der Einbringer.

3. Es ist falsch, daß die Asiatika nicht überprüft wurden.

Es wurde dem Dorotheum unterstellt, die Asiatika nicht überprüft zu haben. Richtig ist, daß jedes Objekt vor der Auktion neben dem Experten des Dorotheums von einer führenden deutschen Asiatikaexpertin geprüft wurde.

4. Asiatikaauktionen wurden gestoppt

Nach Äußerung erster Zweifel an der letzten Asiatikaauktion wurde vom Dorotheum ein internationales Expertenteam mit der Prüfung dieser Auktion beauftragt und weitere Auktionen mit Asiatika bis auf weiteres gestoppt. Damit soll eine weitere Diskussion in der Öffentlichkeit vermieden werden.

5. Das Dorotheum Asiatikaangebot ist inernational vergleichbar.

Was die Angriffe auf das Niveau der Auktion betrifft, weist das Dorotheum darauf hin, daß das Unternehmen in seinen Auktionen, auch jenen Kunden, die nicht über ein großes Ankaufsbudget verfügen, ein gutes Angebot auf einer niedrigeren Preisebene bieten will.

Wie dem Dorotheum am 21.4. in einer schriftlichen Stellungnahme des führenden Ostasiatikaexperten Dr. Claudius Müller, Völkerkundemuseum Berlin und Mitautor des Kunstpreisjahrbuches bestätigt wird, ist das Angebot des Dorotheums "durchaus dem vergleichbarer Häuser entsprechend". Weiters bestätigt der Experte, "das Angebot befriedigt das Interesse des regionalen Marktes, wie auch in Köln, Stuttgart und Zürich".

6. Das Dorotheum plant rechtliche Schritte gegen "Treffpunkt Kultur"

Sowohl in der Sendung "Treffpunkt Kultur" vom 14. als auch vom 21. April 1997 wurde für die Zuseher offensichtlich ein falscher Eindruck suggeriert.

Dem Dorotheum wurde in der Sendung vom 21.4. nicht die Möglichkeit geboten, eine sachliche Richtigstellung zu den falschen Behauptungen in "Treffpunkt Kultur" vorzunehmen.

Das Dorotheum beauftragte seinen Rechtsvertreter mit der Einleitung rechtlicher Schritte gegen den ORF.

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Dorotheum
Tel.: 515 60-0

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